19 March 2026, 20:29

Bochum reformiert Taxipreise – um gegen Uber und Bolt zu bestehen

Eine belebte Straße in Berlin mit zahlreichen geparkten Taxis, Fußgängern auf dem Gehweg, Laternen, Bäumen, Gebäuden, einem fernen Bogen mit Statuen und einem Turm.

Bochum reformiert Taxipreise – um gegen Uber und Bolt zu bestehen

Bochum erprobt neue Wege zur Regulierung von Taxipreisen – als Reaktion auf Konkurrenz durch Fahrdienst-Vermittler

Die Stadt Bochum sucht nach neuen Möglichkeiten, die Taxitarife anzupassen, um mit den Fahrdienst-Anbietern wie Uber oder Bolt Schritt zu halten. Auf Initiative der Freien Demokratischen Partei (FDP), die mehr Flexibilität fordert, hat der Stadtrat bereits konkrete Maßnahmen eingeleitet – anders als in Essen, wo die Diskussionen noch in allgemeinen Bahnen verlaufen.

Die Bochumer FDP hatte zu Jahresbeginn erstmals eine Reform der Taxipreise vorgeschlagen. Ihr Modell sieht vor, dass Fahrer mit Kunden vor Fahrtantritt Festpreise aushandeln dürfen – ähnlich wie bei Ubers transparenter Preisdarstellung. Die Partei argumentiert, dass dies den Taxis helfen würde, mit den appbasierten Diensten zu konkurrieren.

Am 15. März 2026 verabschiedete der Stadtrat eine neue Taxitarifverordnung, die Mindestpreise für Fahrdienst-Vermittler wie Uber und Bolt an die herkömmlichen Taxitarife angleicht. Parallel hat die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben, das ein mögliches flexibles Preismodell entwerfen soll. Die Ergebnisse werden nach der Sommerpause erwartet.

Die FDP könnte bald eine Petition einreichen, um die Forderung nach flexibleren Preisen weiter voranzutreiben. Die Partei behauptet, für ihre Position gebe es breite Unterstützung in der Bevölkerung und der Branche. Die Stadtverwaltung zeigt sich grundsätzlich offen – vorausgesetzt, die Taxiunternehmen sehen darin ein wirksames Instrument gegen die Konkurrenz der Fahrdienst-Apps.

Anders als Bochum geht Essen das Thema weniger entschlossen an. Zwar wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um die Lage zu prüfen, doch konkrete Regelungen stehen noch aus. Die zielstrebigen Schritte Bochums spiegeln eine intensivere politische Debatte über faire Wettbewerbsbedingungen im Taximarkt wider.

Die neue Tarifverordnung in Bochum hebt die Mindestpreise für Fahrdienst-Apps an. Sollte das Gutachten den FDP-Vorschlag stützen, könnten Taxifahrer bald individuell ausgehandelte Festpreise anbieten. Mit diesen Maßnahmen will die Stadt den Wettbewerb ausbalancieren – und gleichzeitig die Existenz der traditionellen Taxis sichern.

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