Baden-Baden feiert 2026 die Ballettlegenden Neumeier, Nijinsky und Pawlowa
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Baden-Baden bereitet sich auf ein großes Tanzereignis im Jahr 2026 vor. Vom 2. bis 12. Oktober findet das Festival "Die Welt des John Neumeier" statt, das das Werk des legendären Choreografen feiert. Tickets sind ab sofort erhältlich. Mit Ausstellungen und Aufführungen wird nicht nur Neumeier, sondern auch der ikonische Tänzer Vaslav Nijinsky gewürdigt.
Im Mittelpunkt des Festivals steht zudem Anna Pawlowa, eine weitere Ballettlegende des frühen 20. Jahrhunderts. Ihr berühmter Auftritt als "Sterbender Schwan", der vor über einem Jahrhundert erstmals in Baden-Baden zu sehen war, wird in Neumeiers Ballett "Nijinsky" zu erleben sein.
Die Verbindung des Festivals zu Nijinsky reicht tief in die Geschichte zurück. Im August 1913 hielt sich der Tänzer im Brenners Parkhotel in Baden-Baden auf, um mit Sergei Djagilew ein von Bach inspiriertes Ballett zu schaffen. Obwohl dieses Projekt nie realisiert wurde, prägt Nijinskys Einfluss die moderne Ballettkunst bis heute. Sein "L'Après-midi d'un faune", ein nur zwölf Minuten dauerndes Stück, ist die einzige erhaltene Choreografie, die noch immer aufgeführt wird. Revolutionäre Werke wie "Le Sacre du Printemps" oder "Jeux" sind dagegen von den Bühnen weitgehend verschwunden.
Auch Anna Pawlowas Vermächtnis rückt in den Fokus. Am 26. August 1913 präsentierte sie ihren "Sterbenden Schwan" in Baden-Baden – nach einem Eklat noch vor ihrer Ankunft. Sowohl sie als auch Nijinsky waren Stars der Ballets Russes, einer Kompanie, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Spitzentanztechnik revolutionierte.
Neumeiers Festival zeigt sein eigenes Ballett "Nijinsky", in das Pawlowas "Sterbender Schwan" integriert ist. Zudem wird sein Werk "Epilog" aufgeführt. Begleitet werden die Vorstellungen von einer Ausstellung im Stadtmuseum Baden-Baden, die Neumeiers Tanzsammlung präsentiert – inspiriert von Nijinskys bahnbrechender Karriere.
Das Festival "Die Welt des John Neumeier" verbindet Geschichte und modernen Tanz. Die Aufführungen von "Nijinsky" und "Epilog" werden von der Ausstellung im Stadtmuseum ergänzt. Mit bereits erhältlichen Tickets verspricht das Ereignis, die Legenden Nijinsky, Pawlowa und Neumeier in der Stadt wiederaufleben zu lassen, in der sie einst Geschichte schrieben.






