Arnsberg setzt auf KI und Sensoren gegen Hochwassergefahr durch Starkregen
Ingetraut AustermühleArnsberg setzt auf KI und Sensoren gegen Hochwassergefahr durch Starkregen
Arnsberg führt neues Hochwasser-Frühwarnsystem ein, um die öffentliche Sicherheit bei Starkregen zu verbessern
Die Stadt hat entlang kleinerer Zuflüsse der Ruhr 15 Wasserstandssensoren installiert. Geplant ist zudem der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI), um Echtzeit-Hochwassermonitoring zu ermöglichen. Das Projekt soll Rettungskräften einen zeitlichen Vorsprung verschaffen, bevor Überschwemmungen kritisch werden.
Seit März 2026 erfassen die Sensoren steigende Wasserstände in Wohngebieten und erkennen Überläufe, bevor sie die Ruhr erreichen. Die Daten werden auf dem Arnsberger Klima-Dashboard veröffentlicht, sodass Anwohner:innen die Hochwassergefahr in ihrer Nachbarschaft prüfen können. Die Echtzeit-Überwachung unterstützt Feuerwehr und kommunale Einsatzteams dabei, schneller auf mögliche Katastrophen zu reagieren.
Zusätzlich hat die Stadt bestehende Hochwasser- und Starkregengefahrenkarten in ihren Digitalen Zwilling integriert – ein öffentlich zugängliches 3D-Modell, mit dem Bürger:innen gefährdete Zonen im Voraus identifizieren können. Zudem werden Bodenfeuchtemessungen durchgeführt, um zu analysieren, wie Regenwasser versickert oder abfließt. Dies soll die lokalen Hochwasservorhersagen präzisieren.
Das System befindet sich noch in der Entwicklung: Aktuell werden KI-Modelle mit den neuen Sensordaten trainiert. Sobald es in etwa einem Jahr voll funktionsfähig ist, soll die KI Echtzeitdaten auswerten und frühzeitig Warnungen auslösen. Die Initiative ist Teil der Arnsberger Nachhaltigkeitsstrategie und unterstützt die UN-Nachhaltigkeitsziele 9, 11 und 13 – mit Fokus auf widerstandsfähige Infrastruktur, nachhaltige Städte und Klimaschutzmaßnahmen.
Die neuen Sensoren und KI-gestützten Warnungen sollen Behörden ermöglichen, noch vor den ersten Notrufen zu handeln. Durch die Bereitstellung von Echtzeitdaten für Anwohner:innen und Einsatzkräfte zielt das System darauf ab, Hochwasserschäden zu verringern und Reaktionszeiten zu verkürzen. Das Projekt markiert einen Schritt hin zu einem intelligenteren, datengestützten Hochwassermanagement in Arnsberg.






