02 April 2026, 12:36

Aprilscherze 2024: Wie Rheinlands kreativste Streiche für Lacher sorgten

Ein Schwarz-Weiß-Druck, der ein prächtiges, fantasievolles Gebäude zeigt, das "Königliche Feuerwerke" genannt wird und dessen rechtes Flügel in Flammen steht, begleitet von Text und einer Parkkulisse.

Aprilscherze 2024: Wie Rheinlands kreativste Streiche für Lacher sorgten

Aprilscherze 2024: Von Denkmalschutz-Baustellen bis zum Wein-Spa im Rheingau

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Der 1. April 2024 brachte eine Welle humorvoller Ankündigungen im deutschen Rheinland mit sich – von scheinbar historischen Denkmälern bis hin zu weinbasierten Wellness-Ideen reichten die Scherze von harmlos bis ausgeklügelt. Manche weckten sogar anhaltende Neugier, auch wenn nicht alle auf Dauer ernst genommen wurden.

In Mainz erklärte der neu ernannte Baudezernent Ludwig Holle (CDU) kurzerhand alle Baustellen der Stadt – darunter das Rathaus und das Gutenberg-Museum – zu geschützten Kulturdenkmälern. Mit einem fingierten Baustopp begründete er dies als "einzigartiges kulturelles Phänomen". Selbst langjährige Projekte wie die Binger Straße wurden in die Aktion einbezogen, was bei den Anwohnern für Heiterkeit sorgte.

Im Ahrtal präsentierte die Freiwillige Feuerwehr Ahrweiler derweil ein ungewöhnliches Einsatzfahrzeug: ein Feuerwehrpferd. Das Tier sollte als Lösung für steile Weinberge und dichte Wälder dienen. In der Nähe behauptete ein Winzer gar, einen Rotwein-Whirlpool erfunden zu haben, der mit gesundheitlichen Vorteilen wie besserer Durchblutung und peelender Hautwirkung warb.

In Oestrich-Winkel kündigte Schloss Vollrads unterdessen Pläne für eine Thermalbad-Anlage mit mineralstoffreichem Quellwasser vom eigenen Gut an. Unter dem Namen «Bad Schloss Vollrads» sollte die Einrichtung Hydro-Vinotherapie bieten – eine Mischung aus Heilbädern und Riesling-Verkostungen. Das Konzept zielte darauf ab, die Region als Wellness-Hotspot zu etablieren. Doch bis April 2026 war nichts umgesetzt worden, und Fachleute stuften die Idee als unseriösen Marketinggag ohne wissenschaftliche Grundlage ein.

Andernorts gab der Mainzer Metzger Peter scherzhaft bekannt, zum Küchenchef des Fußballclubs Mainz 05 avanciert zu sein – ein Post, der ihm auf Social Media immerhin 447 Likes einbrachte. Auch der lokale FDP-Politiker Thomas A. Klann sorgte für Schlagzeilen, als er seinen Parteiaustritt und Wechsel zur CDU verkündete – begründet mit Frust über politische Desinformation.

Die Aprilscherze von 2024 hinterließen ein gemischtes Erbe. Während manche Ideen, wie das Feuerwehrpferd, als skurrile lokale Anekdote in Erinnerung blieben, beschäftigten andere – etwa das Wein-Spa – trotz Skepsis noch länger die Öffentlichkeit. Konkrete Schritte zur Umsetzung des Spa-Projekts blieben aus, und Schloss Vollrads äußerte sich nie weiter dazu. Doch für kurze Zeit rückten die regionalen Kuriositäten ins bundesweite Rampenlicht.

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