Afrikanische Schweinepest bedroht Wildschweine in NRW – Behörden schlagen Alarm
Ingetraut AustermühleAfrikanische Schweinepest bedroht Wildschweine in NRW – Behörden schlagen Alarm
Afrikanische Schweinepest breitet sich in deutschen Wäldern aus und bedroht Wildschweinbestände
Vor etwa dreieinhalb Monaten wurde in Kirchhundem im Kreis Olpe das erste mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierte Wildschwein entdeckt. Seitdem kämpfen die Behörden mit Hochdruck gegen die Ausbreitung des Virus.
Der erste Fall trat im frühen Sommer auf, als ein verendetes Wildschwein im Kreis Olpe positiv auf ASP getestet wurde. Seither wurden rund 170 weitere infizierte Tiere in den Regionen Olpe und Siegen-Wittgenstein gefunden. Auch der Hochsauerlandkreis ist mittlerweile in die Eindämmungsmaßnahmen einbezogen.
Die Behörden haben in einem Kerngebiet von etwa 143.000 Hektar Schutzzäune errichtet, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Spezialeinsatzteams, ausgestattet mit Spürhunden und Drohnen, haben bereits rund 100 Quadratkilometer Wald nach infizierten Kadavern durchsucht. In den betroffenen Zonen gelten nun strenge Regeln: Der Zutritt ist eingeschränkt, und Abfälle müssen in verschlossenen Behältern entsorgt werden.
Das Agrarministerium warnt davor, dass achtlos weggeworfene Lebensmittel – insbesondere Fleisch – das Virus übertragen und Wildschweine anstecken können. Verstöße gegen die Vorschriften werden mit Bußgeldern zwischen 30 und 25.000 Euro geahndet. Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine weitere Verbreitung zu verhindern und den Ausbruch einzudämmen.
Zu den Gegenmaßnahmen gehören abgezäunte Sperrzonen, Suchaktionen und verschärfte Abfallregelungen. Mit den angedrohten Strafen für Zuwiderhandlungen setzen die Behörden alles daran, das Virus unter Kontrolle zu bringen, bevor es sich weiter ausbreitet. Im Mittelpunkt steht dabei die Einschränkung menschlicher Aktivitäten, die die Lage für die Wildschweinbestände verschlimmern könnten.






