17 June 2026, 18:20

Abschied vom Gorki-Theater: Eine Ära postmigrantischer Kultur geht zu Ende

Lieder aus den letzten Jahren am Maxim Gorki

Abschied vom Gorki-Theater: Eine Ära postmigrantischer Kultur geht zu Ende

Das Maxim-Gorki-Theater in Berlin hat seinen Abschiedsabend gefeiert – ein symbolträchtiger Moment, der das Ende einer Ära und einen künstlerischen Neuanfang markiert. Die Veranstaltung würdigte das Vermächtnis der scheidenden Intendantin Shermin Langhoff und den prägenden Einfluss des postmigrantischen Theaters auf die deutsche Kulturlandschaft.

Der Abend begann mit Via Jikeli, die Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan vortrug. Später sang Jonas Dassler den Fledermaus-Aussterbe-Song in dem nun leeren Saal. Es folgte ein Konzert mit Ausschnitten aus früheren Produktionen, bevor die Nacht mit einer Feier ihren Abschluss fand.

Shermin Langhoff hielt eine kurze, vielbeachtete Rede – und ließ ihre vorbereiteten Notizen demonstrativ zu Boden fallen. Auch Cem Özdemir, der baden-württembergische Ministerpräsident, würdigte sie in einer Ansprache. Im Anschluss trafen sich die Gäste in einer Bar in Neukölln, wo sie über den Wandel Berlins und ein wachsendes Gefühl der Dystopie diskutierten.

Der Abend endete mit dem geflügelten Wort: „Das Gorki ist tot. Es lebe das Gorki!“ Die Schließung des Theaters fällt in eine Zeit, in der das postmigrantische Theater längst seinen Platz im kulturellen Kanon gefunden hat.

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Der Abschiedsabend unterstrich noch einmal die Strahlkraft des Gorki-Theaters und die bleibenden Verdienste Shermin Langhoffs. Mit Performances, Reden und Reflexionen über die Rolle des Hauses in Berlin wurde deutlich: Das postmigrantische Theater ist heute ein anerkannter und unverzichtbarer Teil der künstlerischen Landschaft.

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