07 May 2026, 00:29

10-Euro-Eintritt für Gräfrather Marktfest: Seniorenbeirat warnt vor sozialer Ausgrenzung

Ein hellgelbes Plakat mit weißem Rand zeigt eine fette schwarze Schrift, die 'Arbeitgeber spart auf Kosten der Gesellschaft' und Bilder einer vielseitigen Gruppe von Menschen, die den Betrachter anblicken.

10-Euro-Eintritt für Gräfrather Marktfest: Seniorenbeirat warnt vor sozialer Ausgrenzung

Der Solinger Seniorenbeirat hat Bedenken gegen die neue Eintrittsgebühr von 10 Euro für das Gräfrather Marktfest geäußert. Besonders die Arbeitsgruppe „Altersarmut“ der Initiative argumentiert, dass die Kosten viele ältere Einwohner*innen vom Besuch ausschließen werden. Jahrelang war das Fest für seine offene und inklusive Atmosphäre bekannt – doch diese Änderung markiert einen Bruch mit der Tradition.

Der Beirat weist darauf hin, dass Altersarmut in Solingen ein wachsendes Problem ist und viele Senioreninnen mit knappen Budgets auskommen müssen. Ein Eintrittspreis von 10 Euro – selbst mit einem 2-Euro-Gutschein für Essen – sei für Rentnerinnen mit kleinen Einkommen schlicht unerschwinglich. Die Gebühr, die zur Deckung gestiegener Sicherheitskosten eingeführt wurde, hat eine Debatte ausgelöst, ob die Besucher*innen diese finanzielle Last tragen sollten.

Kritikerinnen bemängeln, dass die Gebühr eine Hürde für die Teilnahme schafft und ältere Menschen von sozialen Kontakten und dem Gemeinschaftsleben abschneidet. Der Beirat betont, dass ein einziger kostenloser Familientag am Sonntag für alleinlebende Senioreninnen nicht ausreiche. Stattdessen schlägt er fairere Alternativen vor, etwa gestaffelte Preise, Ermäßigungen für Ältere oder eine stärkere finanzielle Unterstützung durch die Stadt.

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Die Diskussion geht über das Fest selbst hinaus und berührt grundsätzliche Fragen zu Bezahlbarkeit und Zugang zu lokalen Veranstaltungen. Die Veranstalterinnen halten die Gebühr für notwendig, doch Gegnerinnen stellen infrage, ob sie mit dem ursprünglichen Geist der Offenheit des Festes vereinbar ist.

Die Kritik des Seniorenbeirats setzt die Veranstalterinnen und die Stadt unter Druck, die Gebührenstruktur zu überdenken. Ohne Anpassungen könnten viele ältere Einwohnerinnen ein wichtiges gesellschaftliches Ereignis verpassen. Das Ergebnis könnte ein Präzedenzfall dafür werden, wie Solingen künftig die Balance zwischen Kosten und Zugänglichkeit bei Gemeinschaftsveranstaltungen findet.

Quelle