25 April 2026, 14:34

Zufit Simons radikales Tanzstück The Fight Club feiert Premiere in Hannover

Ein Buchseite mit einer lebendigen Zeichnung einer Gruppe von Menschen, die im Einklang tanzen, begleitet von Text, der das Datum, die Uhrzeit und den Ort beschreibt.

Zufit Simons radikales Tanzstück The Fight Club feiert Premiere in Hannover

Die Choreografin Zufit Simon wird am 23. April mit ihrem neuesten Werk The Fight Club beim Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover Premiere feiern. Das Stück markiert eine mutige Wende in ihrer künstlerischen Ausrichtung und setzt den Fokus auf Kampf und männliche Energie. Simon, heute 45 Jahre alt, prägt seit Jahrzehnten den zeitgenössischen Tanz in Deutschland, nachdem sie 1999 aus Israel eingewandert war.

Ihre Tanzlaufbahn begann 2002 in München, wo sie erstmals in Turm zu Babel der Company CobosMika auftrat. Im Laufe der Jahre fanden ihre Arbeiten eine Heimat an Spielstätten wie dem LOT Theater, das 2024 aus finanziellen Gründen schließen musste. Ein weiterer wichtiger Förderer war die artblau Tanzwerkstatt von Dietrich Oberländer in Braunschweig, die bei der Produktion ihrer Stücke half.

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Ihre Choreografien werden oft mit molekularer Küche verglichen – präzise, reduziert und doch von großer Tiefe. Doch The Fight Club schlägt einen radikaleren Kurs ein und erkundet die Psychologie des Konflikts sowie den unerbittlichen Willen zu siegen. Die Produktion taucht ein in die Denkweise, die ein Spektakel erfordert, bei dem nur die Niederlage ein Ende setzt.

Simons Karriere war nicht frei von Rückschlägen. 2016 strich das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur die konzeptionelle Förderung für ihre Arbeit. Dennoch blieb sie grenzenüberschreitend und erhielt 2025 den Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk.

The Fight Club eröffnet für Simon ein neues Kapitel – künstlerisch wie beruflich. Das Stück wird das Best OFF Festival eröffnen, eine Plattform für unabhängiges Theater in Hannover. Mit einer Karriere, die sich über mehr als zwei Jahrzehnte erstreckt, bleibt Simon eine prägende Stimme des zeitgenössischen Tanzes, selbst wenn wichtige Spielstätten wie das LOT Theater verschwinden.

Quelle