31 May 2026, 14:28

Zoll warnt vor illegalem Heizöldiesel: Betrüger riskieren hohe Strafen und Motorschäden

HZA-AC: Aachener Zoll entdeckt 'roten Diesel' bei Fahrzeughaltern, die Dieselpartikelfilter entfernen, um Steuerhinterziehung zu verschleiern

Zoll warnt vor illegalem Heizöldiesel: Betrüger riskieren hohe Strafen und Motorschäden

Zollbeamte in Aachen verzeichnen einen Anstieg der illegalen Kraftstoffnutzung unter Autofahrern. Einige Fahrzeugbesitzer tanken Heizöl statt Diesel, um höhere Steuern zu umgehen. Diese Praxis, auch als „Heizöldiesel-Betrug“ bekannt, ist gesetzeswidrig und wird mit empfindlichen Strafen geahndet.

Heizöl ist rot eingefärbt, um es von herkömmlichem Dieselkraftstoff zu unterscheiden, und unterliegt zudem einem deutlich geringeren Steuersatz. Wer es als Fahrzeugtreibstoff nutzt, begeht damit Steuerhinterziehung. Beamte des Zollamts Aachen entnehmen bei Kontrollen regelmäßig Kraftstoffproben, um den illegalen Stoff nachzuweisen.

Erst kürzlich wurde ein Fahrer erwischt, der den Betrug zu vertuschen versuchte, indem er den Dieselfilter übermalte. Wird Heizöl in einem Fahrzeug festgestellt, muss der Halter Steuern auf das gesamte Tankvolumen – nicht nur auf die vorhandene Menge – nachzahlen. Zudem drohen Motorschäden und eine erhöhte Schadstoffbelastung.

Steuerhinterziehung dieser Art kann schwerwiegende Folgen haben. Verurteilte müssen mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren oder hohen Geldbußen rechnen. Das Zollamt Aachen stellt für Rückfragen zu Kraftstoffvorschriften Kontaktdaten bereit.

Der Einsatz von Heizöl in Dieselmotoren bleibt illegal und wird strafrechtlich verfolgt. Die Zollbehörden überwachen weiterhin die Kraftstoffqualität und ahnden Verstöße konsequent. Fahrzeugbesitzer, die gegen diese Vorschriften verstoßen, müssen mit finanziellen und rechtlichen Konsequenzen rechnen.

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