25 April 2026, 18:30

Zählfehler in Bergisch Gladbach bringt Haushaltsabstimmung ins Wanken

Offenes Buch mit handgeschriebener Schrift auf altem Papier, das Wasserzeichen am unteren Rand aufweist, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland.

Zählfehler in Bergisch Gladbach bringt Haushaltsabstimmung ins Wanken

Ein Zählfehler bei der Stimmenauswertung in Bergisch Gladbach hat für politischen Wirbel und öffentliche Diskussionen gesorgt. Die Stadtverwaltung korrigierte die Auszählung später und stellte dabei fest, dass eine entscheidende Haushaltsabstimmung mit nur einer Stimme Unterschied ausging. Der Fehler hat die Spannungen zwischen den lokalen Parteien weiter verschärft.

Der Vorfall nahm seinen Lauf, als der Stadtrat zunächst bekannt gab, dass der Haushaltsentwurf der CDU mit 37 Stimmen angenommen worden sei. Bei der Überprüfung des Protokolls entdeckten Beamte jedoch eine Abweichung zwischen der mündlichen Verkündung und den dokumentierten Stimmen. Die berichtigte Auszählung ergab schließlich 38 Stimmen für den Antrag.

Der Fehler löste hitzige Debatten aus, insbesondere über die Frage, ob die CDU auf die Unterstützung der AfD angewiesen war – oder auch nicht. Die CDU betonte umgehend, dass ihre Mehrheit nicht von den Stimmen der AfD abhing. Nach eigenen Berechnungen hätten die 29 Stimmen der CDU zusammen mit zwei Stimmen der Bürgerpartei und einer Stimme eines Unabhängigen auch dann eine knappe Mehrheit ergeben, wenn sich die AfD der Stimme enthalten hätte.

Die CDU nutzte die Korrektur zudem, um ihre Position zu unterstreichen: Die Gültigkeit eines Antrags hänge nicht davon ab, wer ihn unterstütze. Man verwies darauf, dass demokratische Prozesse mitunter unerwartete Ergebnisse hervorbringen könnten. Die Stadtverwaltung bestätigte, dass das berichtigte Ergebnis bei der nächsten Ratssitzung mündlich bekannt gegeben wird.

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Die korrigierte Stimmenauszählung hat die politische Landschaft in Bergisch Gladbach verändert. Der CDU-Antrag wurde mit 38 statt 37 Stimmen angenommen, doch die Diskussionen über Bündnisse und Verfahrenstransparenz halten an. In der nächsten Ratssitzung soll die Anpassung offiziell anerkannt werden.

Quelle