Wie Garagendächer im Emscher-Lippe-Raum zu grünen Oasen werden
Ingetraut AustermühleWie Garagendächer im Emscher-Lippe-Raum zu grünen Oasen werden
Eine Wohneigentümergemeinschaft im Emscher-Lippe-Raum verwandelt ungenutzte Dachflächen in grüne Oasen
Ein Zusammenschluss von Eigentümern in der Emscher-Lippe-Region hat brachliegende Dachflächen in ein grünes Refugium verwandelt. Das Projekt, gefördert durch ein lokales Zuschussprogramm, begrünt über 200 Quadratmeter Garagendächer mit Vegetation. Anwohner berichten von kühleren Gebäuden im Sommer und einer Aufwertung der heimischen Tierwelt – und das bei minimalem Pflegeaufwand.
Die Initiative ist Teil des Programms „10.000 (und mehr) Dächer im Emscher-Lippe-Raum begrünen“. Dieses fördert Eigentümer mit bis zu 50 Euro pro Quadratmeter, maximal jedoch für 200 Quadratmeter Dachfläche. Jürgen Kleine-Natrop und seine Nachbarn nutzten die Förderung und verwandelten ihre Garagendächer in grüne Rückzugsorte.
Das Vorhaben erhielt 10.000 Euro Zuschuss von der Emschergenossenschaft/Lippeverband. Neben der finanziellen Unterstützung bieten die begrünten Dächer praktische Vorteile: Sie speichern Regenwasser, bieten Insekten Nahrung und tragen zur Regulierung der Gebäudetemperaturen bei. Kleine-Natrop stellte im Sommer eine spürbare Abnahme der Hitze in den Innenräumen fest.
Der Pflegeaufwand hält sich in Grenzen – nur bei anhaltender Trockenheit ist gelegentliches Wässern nötig. Die Begrünung hat zudem den Blick von Kleine-Natrops Balkon verschönert und fördert die städtische Artenvielfalt. Gemeinsam mit der Mitbewohnerin Anna Bobrowski wirbt er nun bei anderen Eigentümern für die Beantragung der Förderung und das Nachahmen des Projekts.
Anträge auf den Zuschuss können ganzjährig eingereicht werden. Interessierte finden das Online-Formular unter www.klima-werk.de/daecherfoerderung.
Das Projekt zeigt, wie kleine Maßnahmen das städtische Leben verbessern können. Kühlere Innenräume, besseres Wassermanagement und eine gestiegene Biodiversität sind bereits sichtbare Erfolge. Mit laufender Förderung könnten bald weitere Dächer in der Region grün werden.






