Wie ein vergessener Ort in Südfrankreich zu neuem Leben erwachte
Ein historisches Hotel im Süden Frankreichs hat nach jahrzehntelangem Leerstand wieder seine Türen geöffnet.Lou Calen, einst ein beliebter Treffpunkt für Prominente und Reisende, empfängt nun erneut Gäste – diesmal mit einer frischen künstlerischen Note. Seine Geschichte beginnt mit einem jungen Mädchen, einem Ring und einem amerikanischen Soldaten während der Befreiung Frankreichs im Jahr 1944.
1944 erhielt die zehnjährige Huguette an einem Befreiungstag in Cotignac von einem US-Soldaten einen Ring. Jahrzehnte später eröffnete sie in Palm Springs ein Restaurant, wo sie den Soldaten wiedertraf. Bis 1972 verwandelte sie ein Haus neben einem Nonnenkloster in Lou Calen – ein Hotel und Restaurant, das bald Berühmtheiten wie David Bowie und Mitglieder von Pink Floyd anzog.
1999 schloss das Hotel und stand über 20 Jahre lang verlassen da. 2015 erwarb der kanadische Unternehmer Graham Porter das Anwesen und erweckte es zu neuem Leben. Er fügte ein Kunstzentrum, eine Bar, ein Restaurant und Gästezimmer hinzu und machte daraus einen kulturellen Anziehungspunkt. Heute zieht Lou Calen ein internationales Publikum an, wobei Amerikaner die größte Besuchergruppe stellen.
Huguette bleibt dem Ort verbunden: Sie veröffentlichte ein Kochbuch mit provenzalischen Rezepten und persönlichen Erinnerungen. Das Hotel dient nun als Ausgangspunkt, um die umliegenden Dörfer und die Landschaft zu erkunden.
Aus einem vergessenen Gebäude wurde Lou Calen zu einem lebendigen Reiseziel. Die Mischung aus Geschichte, Kunst und regionalem Charme lockt weiterhin Besucher aus aller Welt. Die Vergangenheit des Hotels, eng verknüpft mit Huguettes Geschichte, bleibt ein zentraler Teil seines Zaubers.






