19 April 2026, 16:29

Weihnachtsgeld 2024: Nur noch jeder Zweite erhält die Sonderzahlung

Eine Liniendiagramm-Illustration der Löhne in den Vereinigten Staaten mit begleitendem erklärendem Text.

Weihnachtsgeld für alle - breite Spanne - Weihnachtsgeld 2024: Nur noch jeder Zweite erhält die Sonderzahlung

Immer weniger Beschäftigte in Deutschland erhalten 2024 ein Weihnachtsgeld – der Anteil sank im Vergleich zu den Vorjahren. Nur noch etwas mehr als die Hälfte, konkret 52 Prozent, erhielt die Sonderzahlung. Dies spiegelt größere Verschiebungen in den Arbeitsplatzvereinbarungen wider. Der Rückgang fällt mit einem landesweiten Rückzug der Tarifbindung zusammen.

Die diesjährigen Zahlen zeigen eine spürbare Veränderung bei der Verteilung der Boni. Zwar bekam noch immer die Hälfte aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Weihnachtsgeld, doch sank die durchschnittliche Tarifbindung bundesweit auf 49 Prozent – ein kontinuierlicher Rückgang gegenüber den Vorjahren.

Regionale Unterschiede bleiben deutlich. In Nordrhein-Westfalen sind 55 Prozent der Beschäftigten durch Tarifverträge abgedeckt, 2018 waren es noch 60 Prozent. Die Höhe der Boni variiert dort stark: von nur 255 Euro in der Landwirtschaft bis zu satten 130 Prozent eines Monatsgehalts in der chemischen Industrie. Manche Branchen zahlen sogar ein volles 13. Monatsgehalt, also 100 Prozent des regulären Lohns.

Die Kluft zwischen den Branchen ist offensichtlich. Während die Landwirtschaft mit 255 Euro das geringste Weihnachtsgeld bietet, erhalten Beschäftigte in der Chemieindustrie mit 130 Prozent ihres Monatsverdienstes die höchste Sonderzahlung. Diese Unterschiede verdeutlichen, wie branchenabhängige Tarifvereinbarungen die Lohnstrukturen prägen.

Der Rückgang der Tarifbindung deutet darauf hin, dass immer weniger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Anspruch auf Weihnachtsgeld haben. Mit nur noch 52 Prozent Empfängern im Jahr 2024 zeigt sich ein klarer Trend zu veränderten Arbeitsbedingungen. Regionale und branchenbezogene Unterschiede beeinflussen zudem, wie viel am Ende tatsächlich auf dem Gehaltskonto landet.

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