Uniklinik Köln revolutioniert Medikamentenvergabe mit automatisiertem Tabletten-System
Norbert ThiesUniklinik Köln revolutioniert Medikamentenvergabe mit automatisiertem Tabletten-System
Uniklinik Köln erweitert automatisiertes Tablettenausgabesystem auf bis zu 600 Patientenbetten
Die Uniklinik Köln baut ihr automatisiertes System zur Medikamentenvergabe aus und versorgt damit künftig bis zu 600 Patientenbetten. Mit dem Schritt sollen Pflegekräfte entlastet und gleichzeitig Plastikmüll eingespart werden. Das Krankenhaus gilt seit der Einführung der Technologie im Jahr 2018 als Vorreiter auf diesem Gebiet.
Das System funktioniert, indem individuell verpackte und beschriftete Tabletten direkt aus der Zentralapotheke bereitgestellt werden. Dadurch entfällt für das Pflegepersonal das nächtliche Umfüllen aus herkömmlichen Tablettenboxen. Zudem wird die Entsorgung der bisher verwendeten wöchentlichen Dosierboxen überflüssig, die auf den Stationen im Einsatz waren.
Seit der Einführung hat sich das automatisierte Verfahren bewährt. Nun plant die Klinik eine weitere Ausweitung, um die manuelle Medikamentenvergabe zu reduzieren. Die Umstellung erfolgt vor dem Hintergrund einer bundesweiten Vorgabe: Bis 2030 müssen alle deutschen Krankenhäuser ähnliche Systeme einführen – andernfalls drohen finanzielle Sanktionen durch die Krankenkassen.
Neben der Effizienzsteigerung fällt bei der neuen Methode weniger Plastikmüll an als beim alten System. Der Verzicht auf aluminiumkaschierte Blisterverpackungen macht den Stationsbetrieb umweltfreundlicher und nachhaltiger.
Durch die Erweiterung des Systems in der Uniklinik Köln gewinnen Pflegekräfte Zeit, die sie bisher für die aufwendige Tablettenvorbereitung aufwenden mussten. Gleichzeitig erfüllt die Klinik bereits jetzt die künftigen Vorgaben – lange vor der Frist 2030. Mit der frühzeitigen Einführung der Technologie setzt das Krankenhaus Maßstäbe, an denen sich andere orientieren können.






