Tausende protestieren in Köln gegen Rassismus und die AfD
Über tausend Menschen zogen am Samstag durch Köln, um gegen Rassismus und die rechtsextreme AfD-Partei zu protestieren. Die von dem Bündnis "Köln nimmt Stellung" organisierte Demonstration markierte den Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung. Teilnehmer trugen Fahnen und Plakate mit Parolen wie "Herz statt Hass" und lehnten damit jede Form von Diskriminierung ab.
Die Kundgebung begann am Südermannplatz, wo sich die Menge versammelte, bevor sie entlang des Hohenzollernrings in Richtung Rudolfplatz zog. Die Polizei hatte mit bis zu 10.000 Teilnehmern gerechnet, doch erste Schätzungen ergaben eine geringere Beteiligung von etwas über 1.000 Menschen. Trotz der niedrigeren Zahlen blieb der Protest lebendig – mit Sprechchören und Transparenten, die die Straßen füllten.
Auf der Abschlusskundgebung nahe dem Rudolfplatz zog ein satirischer Wagen des Künstlers Jacques Tilly die Blicke auf sich. Bekannt für seine scharfe Kritik an der AfD, verlieh Tillys Werk der Veranstaltung eine provokante Note. Die Demonstration in Köln war eine von vielen in ganz Deutschland: In über 50 Städten – darunter Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Leipzig – fanden am selben Tag ähnliche Proteste statt.
Der Kölner Marsch reiht sich ein in eine bundesweite Welle von Kundgebungen gegen Rassismus, an denen sich tausende Menschen im ganzen Land beteiligten. Die Organisatoren betonten die Bedeutung von Solidarität und sichtbarem Widerstand gegen rechtsextreme Politik. Die Proteste fielen zusammen mit weltweiten Aktionen zum UN-Gedenktag gegen Rassendiskriminierung.






