31 May 2026, 00:22

Syriens Gesundheitsminister kehrt an Solinger Klinik zurück – Hoffnung auf medizinische Partnerschaften

Syrien: Gesundheitsminister Musaab Nazzal al-Ali besucht das Stadtkrankenhaus Solingen

Syriens Gesundheitsminister kehrt an Solinger Klinik zurück – Hoffnung auf medizinische Partnerschaften

Syriens Gesundheitsminister, Musaab Nazzal al-Ali, besuchte am Donnerstag das Städtische Klinikum Solingen. Der Besuch markierte eine Rückkehr in die deutsche Einrichtung, in der er einst fünf Jahre lang als Neurochirurg ausgebildet wurde. Im Mittelpunkt der Gespräche standen künftige Partnerschaften zwischen dem Krankenhaus und dem stark belasteten Gesundheitssystem Syriens.

Al-Ali hatte seine Facharztausbildung am Städtischen Klinikum Solingen absolviert, bevor er 2025 nach Syrien zurückkehrte. Noch im selben Jahr wurde er zum überparteilichen Gesundheitsminister des Landes ernannt. Sein Besuch erfolgt zu einer Zeit, in der Syrien nach Jahren des Konflikts unter einem schweren Mangel an medizinischem Personal und Ausrüstung leidet.

Viele von Syriens Krankenhäusern und Kliniken wurden während des Krieges zerstört. Über 6,8 Millionen Menschen haben das Land verlassen, darunter eine große Zahl an Ärzten und Fachkräften. Allein im vergangenen Jahr führten syrische Mediziner im Ausland 10.800 Operationen durch – ein deutlicher Beleg für die Abhängigkeit von ausländischem Fachwissen.

Während des Treffens loteten al-Ali und Krankenhausvertreter mögliche Kooperationen und Austauschprogramme aus. Der Minister hatte bereits zuvor kurzfristige Einsätze syrischer Ärzte im Ausland genehmigt, um den Wiederaufbau des Gesundheitssystems zu unterstützen. Ziel ist es, den akuten Mangel an qualifiziertem Personal und lebenswichtigen medizinischen Ressourcen zu lindern.

Der Besuch unterstreicht die anhaltenden Bemühungen Syriens, seine Gesundheitsinfrastruktur wiederherzustellen. Al-Alis deutsche Vergangenheit und seine heutige Rolle als Minister könnten die Beziehungen zu internationalen medizinischen Einrichtungen stärken. Bis auf Weiteres bleibt das Land jedoch auf im Ausland ausgebildete Fachkräfte angewiesen, um die Versorgungslücken zu schließen.

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