Stillgelegte Bahnstrecke zwischen Münster und Ruhrgebiet könnte bald wieder fahren
Norbert ThiesStillgelegte Bahnstrecke zwischen Münster und Ruhrgebiet könnte bald wieder fahren
Pläne zur Reaktivierung einer stillgelegten Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen gewinnen neuen Schwung. Verkehrsplaner halten die Strecke zwischen Münster und dem Ruhrgebiet nun für wirtschaftlich tragfähig – und das bei geringeren Kosten als zunächst angenommen. Befürworter betonen das Potenzial des Projekts, den ländlichen Nahverkehr zu stärken und Emissionen zu senken.
Die geplante Strecke würde Bocholt, Borken, Coesfeld und Münster wieder miteinander verbinden und gleichzeitig die Anbindung an das Ruhrgebiet verbessern. Frühere Studien gingen von etwa 7.000 Fahrgästen pro Tag aus. Aktualisierte Prognosen deuten nun darauf hin, dass die Züge schneller und häufiger verkehren könnten als bisher angenommen – möglicherweise alle 30 bis 60 Minuten.
Am wahrscheinlichsten kommt für die reaktivierte Strecke der Einsatz von batteriebetriebenen Zügen infrage. Diese Wahl entspricht den ökologischen Zielen des Projekts und verringert die Abhängigkeit von Diesel. Unterstützer haben diese Vorteile wiederholt hervorgehoben, ebenso wie die bessere Anbindung ländlicher Regionen.
Befürworter drängen den Verkehrsverbund Westfalen-Lippe nun, die Planung zu beschleunigen. Sie argumentieren, dass der eigentliche Nutzen des Vorhabens in umweltfreundlicherer Mobilität und stärkeren Verbindungen für abgelegene Gemeinden liege.
Die wiederbelebte Strecke könnte den Verkehr in der Region revolutionieren und schnellere, grünere Reisen ermöglichen. Mit aktualisierten Kostenschätzungen und wachsender Unterstützung rückt das Projekt der Realisierung einen Schritt näher. Bei einer Genehmigung wäre dies ein bedeutender Fortschritt für die Modernisierung ländlicher Verkehrsnetze.






