01 April 2026, 00:55

SPD in Solingen plant mit, wie aus Kirchen zukunftsfähige Orte werden

Eine Luftaufnahme einer Stadt mit einer zerstörten Kirche in der Mitte, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Straßen, Fahrzeugen und Erdbeuteln.

SPD in Solingen plant mit, wie aus Kirchen zukunftsfähige Orte werden

Die SPD-Fraktion in Solingen hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um die Zukunft örtlicher Kirchengebäude und Gemeinschaftszentren mitzugestalten. Hintergrund ist die anstehende Entscheidung über die langfristige Nutzung von sieben evangelischen Kirchen und ihren zugehörigen Einrichtungen bis zum Jahr 2035. Vertreter der Partei betonen die Bedeutung dieser Räumlichkeiten für soziale Netzwerke und kulturelle Aktivitäten in der gesamten Stadt.

Der Evangelische Kirchenkreis hatte kürzlich eine Informationsveranstaltung organisiert, die auf großes öffentliches Interesse stieß. Die Resonanz zeigte, wie sehr den Bürgerinnen und Bürgern das Thema am Herzen liegt. Zu den betroffenen Standorten zählen die Christuskirche mit ihrem Rupelrath-Gemeinschaftszentrum, die Evangelische Kirche Mangenberg mit der Corinthstraße-Halle sowie die Evangelische Stadtkirche Mitte, die als Sonderfall behandelt wird. Fünf weitere Kirchen – die Stadtkirche Ohligs, die Walder Kirche, die Dorper Kirche, die Evangelische Kirche Gräfrath – und drei Gemeinschaftszentren (Höhscheid, Wittenbergstraße, Schützenstraße/Ritterstraße) sollen hingegen langfristig erhalten bleiben.

Die von dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Florian Pinnow geleitete SPD-Arbeitsgruppe will als Brückenbauer zwischen Kirchenvertretern und der Kommunalpolitik fungieren. Beim ersten Treffen nahmen zahlreiche Vertreter sowohl evangelischer als auch katholischer Gemeinden teil. Pinnow unterstrich die zentrale Rolle, die Kirchen in den Stadtteilen spielen – von sozialen Dienstleistungen bis hin zu kulturellen Veranstaltungen.

Über die einzelnen Gebäude hinaus prüft die SPD zudem Bauvorschriften, die eine Umnutzung von Kirchenflächen ermöglichen könnten. Die Partei geht davon aus, dass die Debatte über diese Räume noch Jahre lang ein zentrales Thema des Solinger Gemeinwesens bleiben wird.

Die SPD hat sich verpflichtet, den Prozess aktiv zu begleiten, während Kirchen und Gemeinschaftszentren ihre Zukunft gestalten. Anpassungen der Bauvorschriften und mögliche neue Nutzungen der Standorte könnten das soziale und kulturelle Gesicht der Stadt nachhaltig prägen. Die Arbeitsgruppe plant, den Dialog zwischen Gemeinden, Politikern und Bürgerinnen und Bürgern weiterhin zu fördern.

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AKTUALISIERUNG

Earlier SPD push for long-term church strategy linked to Lutherkirche deconsecration

The SPD's current church working group builds on an earlier initiative triggered by the Lutherkirche's deconsecration announcement. Key details:

  • SPD leader Ernst Lauterjung called for a future plan after the Lutherkirche's closure was announced.
  • He stressed collaboration between churches and politics beyond 2030, highlighting churches' dual role as social anchors and cityscape icons.
  • This 2024 push preceded the 2026 Arbeitsgruppe formation, showing sustained debate over church building futures.