03 April 2026, 16:44

Solinger Kirchenkreis stimmt über Fusion mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg ab

Kleine Kirche mit einem Glockenturm als Kirche des Heiligen Grabes, zentral in einem kleinen Dorf mit Häusern, einem Zaun, Gras, blühenden Pflanzen, einem Weg, Bäumen, Strommasten mit Drähten und einem bewölkten Himmel.

Solinger Kirchenkreis stimmt über Fusion mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg ab

Kirchenkreis Solingen berät an diesem Wochenende über Fusion mit Nachbarregionen

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen kommt am Wochenende zu seiner Herbstsynode in der Evangelischen Stadtkirche am Fronhof zusammen. Die Delegierten werden über einen Vorschlag beraten, sich mit den benachbarten Kirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg zusammenzuschließen. Der Schritt folgt auf monatelange Gespräche und soll die Arbeit in den drei Regionen effizienter gestalten.

Die Synode beginnt am Freitagabend mit finanziellen Themen auf der Tagesordnung, darunter der Haushalt 2026 und eine Würdigung der Pfarrerin Astrid Klumb. Sollte die Fusion beschlossen werden, würde sie erst 2030 nach einem mehrjährigen Prozess vollzogen.

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Erste Gespräche über eine mögliche Zusammenlegung hatten im Sommer 2025 begonnen. Vertreter aus Solingen, Düsseldorf-Mettmann und Niederberg loteten aus, wie eine Bündelung der Ressourcen die Effizienz steigern könnte. Bei einem gemeinsamen Treffen der drei Synodalvorstände wurde später beschlossen, den Fusionsprozess im Januar 2026 einzuleiten.

Superintendentin Dr. Ilka Werner argumentiert, dass die Aufrechterhaltung der Unabhängigkeit Solingens den Kirchenkreis übermäßig belasten würde. Eine Fusion ermögliche bessere Abstimmung und gemeinsame Verwaltung. Laut Plan sollten Solingens Gemeinden innerhalb des neuen, größeren Kirchenkreises eine eigene Region bilden.

Am Samstag stimmen die Synodalen darüber ab, ob der Fusionsprozess eingeleitet wird. Zudem wird die Initiative «Klingenkirche 2030» diskutiert, die langfristige Ziele für die Kirche skizziert. Der neu gewählte Oberbürgermeister Daniel Flemm wird die Versammlung am Vormittag mit einem Grußwort eröffnen.

Bei einer Zustimmung würde die Fusion drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen. In dieser Zeit müssten zentrale Entscheidungen zu Struktur und Verwaltung getroffen werden, bevor 2030 die vollständige Integration abgeschlossen wäre.

Das Ergebnis der Abstimmung an diesem Wochenende wird entscheiden, ob Solingen den Zusammenschluss vorantreibt. Eine erfolgreiche Fusion würde einen größeren Kirchenkreis schaffen, der Solingen, Düsseldorf-Mettmann und Niederberg umfasst. Der Prozess würde schrittweise verlaufen, wobei weitere Beratungen und Beschlüsse in den kommenden Jahren die endgültige Struktur prägen.

Quelle