Rheinmetall sichert Milliardenaufträge – doch die Aktie stürzt ab
Ingetraut AustermühleRheinmetall sichert Milliardenaufträge – doch die Aktie stürzt ab
Rüstungsunternehmen Rheinmetall sicherte sich im Oktober 2022 zwei Großaufträge. Einen multimilliardenschweren Deal für gepanzerte Fahrzeuge sowie einen weiteren Vertrag zur Instandsetzung US-amerikanischer Schützenpanzer. Trotz dieser Erfolge verlor das Unternehmen im selben Monat an Börsenwert.
Im Oktober 2022 erhielt Rheinmetall einen bedeutenden Auftrag über 222 radgetriebene Jackal-Mannschaftstransportpanzer. Vergeben wurde der Auftrag vom National Center for Manufacturing Sciences, wobei der genaue Wert nicht bekannt gegeben wurde.
Zeitgleich sicherte sich die US-Tochter American Rheinmetall einen separaten Auftrag im Volumen von 31 Millionen US-Dollar. Dieser sieht vor, dass das Unternehmen Schadensanalysen und Reparaturverfahren für Bradley-Schützenpanzer entwickelt. Ziel ist es, Wartungskapazitäten näher an die Einsatzgebiete zu verlagern, um Ausfallzeiten beschädigter oder defekter Fahrzeuge zu verkürzen.
Das Bradley-Projekt läuft bis März 2027. Die ersten instand gesetzten Fahrzeuge sollen bis zu diesem Termin ausgeliefert werden. Die Aktienperformance des Unternehmens spiegelte die Auftragserfolge jedoch nicht sofort wider: Im Laufe des Monats verlor die Aktie fast 15 Prozent an Wert, darunter auch einen leichten Rückgang am Tag der Bekanntgabe des Bradley-Deals.
Die beiden Verträge stellen für Rheinmetall bedeutende Geschäfte in Europa und den USA dar. Der Jackal-Auftrag festigt die Position des Konzerns in der Produktion gepanzerter Fahrzeuge, während das Bradley-Projekt das Dienstleistungsangebot im Bereich Instandhaltung ausbaut. Die langfristigen Auswirkungen auf die finanzielle Entwicklung des Unternehmens bleiben abzuwarten.






