04 May 2026, 16:35

Rewe-Chef Souque greift Schokoladenhersteller wegen hoher Preise an

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen als Kostenfaktor für Familien benennt.

Rewe-Chef Souque greift Schokoladenhersteller wegen hoher Preise an

Rewe-Chef Lionel Souque hat große Schokoladenmarken scharf kritisiert, weil diese ihre Preise trotz gesunkener Kakaokosten hochhalten. Er warf Herstellern wie Lindt und Mondelez vor, die Preise nicht an den jüngsten Rückgang der Rohstoffkosten angepasst zu haben. Seine Äußerungen fielen mit der Ankündigung Rewes zusammen, nach der Senkung der Mehrwertsteuer die Preise für einige Produkte zu reduzieren.

Souque verwies insbesondere auf die Milka-Alpenmilch-Tafel, deren Gewicht verringert wurde, während der Preis stieg. Dadurch sei es für den Handel unmöglich, die Tafel für weniger als 1,99 Euro anzubieten, so der Vorstandsvorsitzende. Im Gegensatz dazu habe Rewe den Preis der hauseigenen Einstiegs-Schokoladentafel bereits zweimal gesenkt – zunächst auf 89 Cent, dann auf 79 Cent.

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Der Rewe-Chef führte zudem das Beispiel Kakao an: Zwar seien die Preise nach einem starken Anstieg wieder gefallen, doch die großen Markenhersteller hätten ihre Verkaufspreise nicht entsprechend angepasst. Souque betonte, dass Rewe die durchschnittlichen Ersparnisse aus der Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weitergeben werde, warnte jedoch, dass nicht jedes Produkt günstiger werde.

Statt sich auf Einzelprodukte zu konzentrieren, werde die Supermarktkette vielmehr das gesamte Sortiment betrachten, um die Steuerentlastung umzusetzen, erklärte Souque. Die Preissenkungen bei Rewe werden die Mehrwertsteuersenkung widerspiegeln – wenn auch nicht einheitlich bei allen Artikeln.

Mit seinen Aussagen setzt Souque die Markenhersteller unter Druck, ihre Preise an die gesunkenen Rohstoffkosten anzupassen. Der Schritt könnte auch beeinflussen, wie andere Händler künftig auf ähnliche Steueränderungen reagieren.

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