NRW: Fast 2 Millionen Menschen auf Grundsicherung angewiesen – Reformen drohen mit Sanktionen
Norbert ThiesFast jeder Zehnte in NRW bekommt Mindestsicherung - NRW: Fast 2 Millionen Menschen auf Grundsicherung angewiesen – Reformen drohen mit Sanktionen
Fast 2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen waren Ende 2024 auf Grundsicherungsleistungen angewiesen – das entspricht etwa jedem neunten Einwohner des Landes. Zu den Leistungen zählen Arbeitslosengeld, Grundsicherung im Alter, Hilfe bei Erwerbsminderung sowie Leistungen für Asylbewerber.
Besonders hoch war der Anteil der Empfänger im Rheinland: In Gelsenkirchen bezog mit 21,7 Prozent der höchste Anteil der Bevölkerung Grundsicherung. Am anderen Ende der Skala lag der Kreis Borken, wo in Raesfeld nur 3,7 Prozent auf solche Leistungen angewiesen waren.
Rund 1,55 Millionen Menschen im Land erhielten Bürgergeld, die Hauptform der Arbeitslosenunterstützung. Weitere 321.000 Personen waren auf die Grundsicherung im Alter angewiesen, während die Zahl der Asylleistungsbezieher um 15.100 auf 88.555 sank.
Die schwarz-rote Koalitionsregierung hat Pläne zur Reform des Bürgergelds angekündigt: Künftig soll es unter dem Namen „Grundsicherung“ firmieren. Die Änderungen sehen striktere Auflagen und härtere Sanktionen für diejenigen vor, die ihre Pflichten nicht erfüllen.
Mit den Reformen werden neue Bedingungen für Leistungsbezieher eingeführt. Wer die verschärften Vorgaben nicht einhält, muss mit Kürzungen oder dem Entzug von Leistungen rechnen. Ziel der Anpassungen ist es, die Grundsicherung in Nordrhein-Westfalen neu auszurichten.






