Neuer Schutzkonzept-Generator soll Missbrauch in NRW-Sportvereinen verhindern
Norbert ThiesNeuer Schutzkonzept-Generator soll Missbrauch in NRW-Sportvereinen verhindern
Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen hat ein neues Instrument zur Bekämpfung von sexualisierter Gewalt in Sportvereinen eingeführt. Der sogenannte Schutzkonzept-Generator soll Risiken bereits im Vorfeld verhindern. Das System wird zunächst in 600 Vereinen der Region erprobt.
Das Tool funktioniert wie ein Fragebogen und führt die Vereine durch mögliche Gefahrenbereiche. Es lenkt die Aufmerksamkeit auf besonders risikoreiche Zonen wie Umkleidekabinen oder Einzelcoaching-Situationen. So können Mitglieder erkennen, wo Missbrauch drohen könnte.
Nach der Bearbeitung erstellt der Generator einen maßgeschneiderten Schutzplan. Dieser enthält klare Richtlinien, Mindestsicherheitsstandards und praktische Hinweise – etwa das Verbot für Trainer:innen, Kinder allein zu transportieren. Im Mittelpunkt steht die Sensibilisierung, um Missbrauch von vornherein zu verhindern.
Das Konzept setzt zudem auf visuelle Hilfsmittel, etwa ein detailliertes Diagramm, das mögliche Risikobereiche aufzeigt. Vereine können dann gezielt Maßnahmen ergreifen, um diese Gefahrenstellen zu entschärfen oder abzusichern. Ziel ist es, eine sichere Umgebung für alle Sportler:innen zu schaffen.
Der Schutzkonzept-Generator wird als Pilotprojekt in 600 Vereinen eingeführt. Er bietet eine strukturierte Methode, um Risiken zu bewerten und Schutzmaßnahmen durchzusetzen. Durch die Kombination von Aufklärung und Prävention soll das Tool sexualisierte Gewalt im Vereinssport verringern.






