19 March 2026, 12:34

Moers' Bürgermeisterin übernimmt Schirmherrschaft für jüdisches Erbe und Gedächtnisarbeit

Altes Schwarz-Weiß-Foto einer jüdischen Synagoge in New York City mit Treppe, Geländer, Säulen, Tür und Wand.

Moers' Bürgermeisterin übernimmt Schirmherrschaft für jüdisches Erbe und Gedächtnisarbeit

Bürgermeisterin Julia Zupancic hat offiziell die Schirmherrschaft über die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers übernommen. Die Bekanntgabe erfolgte während eines Treffens mit Vorstandsmitgliedern des Vereins im Rathaus. Bei dieser Gelegenheit stellte die Gruppe auch eine neue Broschüre mit dem Titel "Spuren jüdischen Lebens" vor, die die jüdische Geschichte der Stadt dokumentiert.

Das Treffen markierte den Beginn von Zupancics offizieller Unterstützung für die Gesellschaft. Sie betonte ihr Engagement, das Gedenken an das jüdische Leben in Moers zu bewahren und Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten. Die Bürgermeisterin lobte zudem die Bemühungen der Organisation, jüngere Generationen über die Vergangenheit der Stadt aufzuklären.

Die neu erschienene Broschüre ist zum Preis von drei Euro in öffentlichen Einrichtungen in Moers erhältlich. Sie behandelt zentrale Themen wie die frühe Geschichte der jüdischen Gemeinde, die ehemalige Synagoge, die Stolpersteine als Mahnmale sowie die Deportationen während der NS-Zeit. Die Künstlerin Andrea Dieren gestaltete das Layout der Publikation, während die früheren Vorstandsmitglieder Hans-Helmut Eickschen und Lutz Hartmann für die inhaltliche Richtigkeit sorgten.

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Die Einbindung junger Menschen bleibt ein zentrales Anliegen des Vereins. Lehrer Daniel Schirra vom Adolfinum-Gymnasium und sein ehemaliger Schüler Julian Müller, beide Vorstandsmitglieder, spielen eine Schlüsselrolle dabei, die Arbeit der Gesellschaft mit Schulen zu vernetzen. Die Gruppe pflegt zudem enge überregionale Kontakte, die bereits dazu beitrugen, die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille nach Moers zu holen.

Die Broschüre bietet einen detaillierten Einblick in die wenigen noch sichtbaren Zeugnisse jüdischen Lebens in der Stadt. Mit der nun übernommenen Schirmherrschaft Zupancics will die Gesellschaft ihre Bildungsarbeit und den Einsatz für die historische Erinnerung weiter stärken. Die Publikation "Spuren jüdischen Lebens" ist für drei Euro an verschiedenen öffentlichen Stellen in Moers erhältlich.

Quelle