Deutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur setzt auf US-Expansion mit 5.000 Spielautomaten pro Jahr
Deutscher Spielehersteller Merkur verzeichnet starkes Wachstum und ehrgeizige Expansionspläne
Der deutsche Spieleautomatenhersteller Merkur hat ein kräftiges Wachstum gemeldet und strebt eine ambitionierte Expansion an. Im Jahr 2024 stieg der Umsatz des Unternehmens auf 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nun zielt Merkur mit einer großen Offensive im Bereich Spielautomaten auf den lukrativen US-Markt ab.
Aktuell betreibt Merkur weltweit über 100.000 Spielautomaten, die alle im Werk des Unternehmens in Lübbecke (Deutschland) produziert werden. Das Unternehmen beschäftigt rund 15.300 Mitarbeiter, wobei die wichtigsten Absatzmärkte Deutschland und Großbritannien sind.
2025 übernahm Merkur den US-amerikanischen Hersteller Gaming Arts, um sich in Nordamerika zu etablieren. Dieser Schritt markiert den Beginn eines Dreijahresplans, der vorsieht, jährlich 5.000 Spielautomaten in den USA und Kanada zu verkaufen. Die ersten Lieferungen im Jahr 2025 werden voraussichtlich zwischen 800 und 1.000 Geräte umfassen.
Die Expansion konzentriert sich auf zentrale Casino-Standorte wie Nevada (insbesondere Las Vegas), New Jersey (Atlantic City), Pennsylvania, Michigan und New York. Die Auswahl dieser Regionen erfolgte auf Basis der Marktgröße, behördlicher Zulassungen und laufender Casino-Projekte. Merkur berücksichtigt dabei auch Vereinbarungen mit indigenen Glücksspielbetreibern sowie die Konkurrenz durch etablierte Hersteller.
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Manfred Stoffers bezeichnete den Vorstoß in den US-Markt als einen "Kampf von David gegen Goliath" gegen die dortigen Platzhirsche. Gleichzeitig strebt das Unternehmen an, seine Online-Umsätze auszubauen und bis 2026 ein Umsatzwachstum von 10 Prozent auf etwa 2,3 Milliarden Euro zu erreichen.
Mit der US-Expansion will Merkur seine globale Präsenz im Spielautomatenmarkt weiter ausbauen. Geplant ist die jährliche Installation von 5.000 Geräten in Amerika, beginnend mit einer kleineren Charge 2025. Sollte die Strategie erfolgreich sein, könnte sie die Position des Unternehmens gegenüber größeren Wettbewerbern in der Branche stärken.






