Marl gedenkt am Volkstrauertag mit bewegender Botschaft und Zeitzeugenberichten
Klaus-Günter SölzerMarl gedenkt am Volkstrauertag mit bewegender Botschaft und Zeitzeugenberichten
Marl gedenkt am Volkstrauertag unter dem Motto "Erinnern heißt Verantwortung übernehmen"
Am Sonntag, dem 16. November, begeht Marl in diesem Jahr den Volkstrauertag unter dem Leitmotiv "Erinnern heißt Verantwortung übernehmen". Im Mittelpunkt steht eine zentrale Gedenkfeier auf dem Creiler Platz, begleitet von kleineren Veranstaltungen in der gesamten Stadt. Kranzniederlegungen sind für den Samstagabend und über den gesamten Sonntag verteilt geplant.
Die Hauptveranstaltung beginnt um 14 Uhr an der Büste von Dietrich Bonhoeffer. Bürgermeister Thomas Terhorst und Benedikt Stelthove werden Reden halten, bevor sie gemeinsam einen Kranz niederlegen. Die Feier bildet den Höhepunkt der Gedenktage.
Im Laufe des Tages wird die Jugendfeuerwehr Marl-Lenkerbeck von einem kürzlichen Besuch im Außenlager Hersbruck berichten. Das Lager, das zum Konzentrationslager Flossenbürg gehörte, war zwischen 1944 und 1945 mit 1.000 bis 1.500 Häftlingen belegt. Die Zwangsarbeiter mussten dort unter brutalen Bedingungen für die Messerschmitt-Flugzeugwerke arbeiten.
Weitere Kranzniederlegungen finden an verschiedenen Orten in Marl am Samstagabend und am Sonntag statt. Diese Zusammenkünfte bieten zusätzliche Gelegenheiten zur Besinnung und zum Gedenken.
Die Veranstaltungen in Marl ehren die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und unterstreichen zugleich die Bedeutung historischer Verantwortung. Die zentrale Feier auf dem Creiler Platz sowie die dezentralen Ehrungen sorgen dafür, dass die Botschaft des Tages in der gesamten Gemeinschaft ankommt. Die Organisatoren haben das Programm so gestaltet, dass es sowohl kollektives als auch persönliches Gedenken fördert.






