31 May 2026, 16:29

Lünens Kämmerer fordert NRW-Reform: Integrationskosten überlasten Kommunen

Bürgermeister von Lünen fordert NRW-Staatsbeteiligung an Kosten der Integrationshilfe

Lünens Kämmerer fordert NRW-Reform: Integrationskosten überlasten Kommunen

Dr. André Jethon, Kämmerer der Stadt Lünen, hat das Land Nordrhein-Westfalen aufgefordert, das Fördersystem für Integrationsleistungen grundlegend zu reformieren. Als Sachverständiger warnte er bei einer Anhörung im Landtag am 28. Mai 2026, dass Kommunen unter den übermäßigen Kosten ächzten. Das aktuelle System belaste Städte und Gemeinden in der Region in nicht mehr tragbarer Weise, so Jethon.

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Die Anhörung folgte einem Antrag der SPD, der das Land drängte, einen größeren Anteil der Ausgaben für Integrationshilfen zu übernehmen. 2024 hatten sich diese Kosten auf rund 7,5 Milliarden Euro belaufen – fast vollständig getragen von den Kommunen. Jethon bezeichnete das Finanzierungsmodell als veraltet und als Hauptgrund für die chronische Haushaltsnot vieler Städte und Gemeinden.

Er kritisierte die Antragsverfahren für Integrationsleistungen als übermäßig bürokratisch und zeitaufwendig. Der hohe Verwaltungsaufwand belaste die ohnehin knappen personellen und finanziellen Ressourcen der Kommunen zusätzlich, betonte Jethon. Vorschläge, der Bund solle einspringen, wies er zurück: Bundesmittel seien für diesen Zweck nicht vorgesehen.

Stattdessen schlug er vor, den Landesanteil an der Finanzierung dynamisch anzupassen. Dies würde den Kommunen dringend benötigte Entlastung verschaffen, argumentierte er. Zudem unterstützte er Forderungen nach einem Abbau von Bürokratie und einer Vereinfachung der Bewilligung von Integrationsleistungen.

Jethons Aussage unterstrich den wachsenden Druck auf die Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Angesichts steigender Integrationskosten forderte er das Land auf, endlich gegenzusteuern und die finanzielle Last zu verringern. Die Anhörung rückt die seit Langem ungelösten Fragen der Finanzierung nun weiter in den Fokus – und erhöht den Handlungsdruck auf die Landesregierung.

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