30 May 2026, 12:25

Klimaproteste im Ruhrgebiet eskalieren: Aktivisten besetzen Industrieanlagen und fordern Energiewende

Größter Pipeline-Hersteller besetzt

Klimaproteste im Ruhrgebiet eskalieren: Aktivisten besetzen Industrieanlagen und fordern Energiewende

Klimaproteste überfluten das Ruhrgebiet – Aktivisten besetzen Industrieanlagen und fordern Ende der fossilen Energien

Ein Wochenende voller Klimaproteste hat das deutsche Ruhrgebiet erfasst. Aktivisten des antikapitalistischen Bündnisses Ende Gelände richteten sich gegen große Industrieanlagen und verlangten einen Stopp des Ausbaus fossiler Brennstoffe. Während am Samstag Tausende zu einer Großdemonstration erwartet werden, ist die Stimmung angespannt: Ein Gericht bestätigte ein Polizeiverbot für Proteste an einem zentralen Standort – doch die Organisatoren lassen sich nicht beirren.

Die Aktionen begannen bereits am Freitag mit rund 1.500 Teilnehmenden, die im gesamten Ruhrgebiet koordinierte Proteste durchführten. In Mülheim an der Ruhr besetzten Aktivisten Gleisanlagen des Werks Europipe, Europas größtem Hersteller für Pipeline-Rohre. Eine weitere Gruppe unterbrach in derselben Stadt den Schichtwechsel im Stahlwerk Friedrich Wilhelms Hütte.

In Gelsenkirchen blockierten Demonstranten das Kraftwerk Scholven, dessen geplanter Neubau eines Gaskraftwerks auf massive Kritik stößt. Einige montierten auf dem Geländes sogar Solarpaneele, um für erneuerbare Alternativen zu werben. Unterdessen zogen in Hamm Protestierende mit einem Transparent in Richtung Hauptbahnhof – darauf zu lesen: „Energiekonzerne enteignen!“

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen bestätigte später ein Polizeiverbot für Kundgebungen am Kraftwerk Gersteinwerk. Trotzdem bereiten die Organisatoren für Samstag eine große Demonstration vor, unterstützt von Greenpeace und weiteren Umweltverbänden. Auch die Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg wird erwartet.

Im Fokus der Proteste stehen Schlüsselanlagen der fossilen Infrastruktur. Obwohl die Polizei an einem Standort Einschränkungen verhängt hat, lassen sich die Aktivisten nicht aufhalten – im Gegenteil: Für Samstag wird mit noch mehr Teilnehmenden gerechnet. Die Ereignisse zeigen den wachsenden Widerstand gegen den Gasausbau im industriellen Herz Deutschlands.

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