Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen bis 2026
Die Klesch Group hat sich darauf geeinigt, die BP-Raffinerie in Gelsenkirchen zu übernehmen. Mit dem Deal erweitert das Unternehmen seine europäischen Aktivitäten, zu denen bereits zwei weitere Raffinerien gehören. Vor dem geplanten Abschluss der Transaktion im Jahr 2026 steht jedoch noch die Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden aus.
Der Standort Gelsenkirchen zählt zu den größten integrierten Raffinerie- und petrochemischen Komplexen Europas. Dort werden jährlich rund 12 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet, zudem ist die Anlage der zweitgrößte Ethylenproduzent Deutschlands. Die Raffinerie stellt außerdem Benzin, Diesel, Flugkraftstoff, Heizöl und über 50 weitere Produkte her.
Rund 2.300 Mitarbeiter sind in Gelsenkirchen beschäftigt. Die Klesch Group, 1990 gegründet, besitzt bereits die Raffinerie Heide in Deutschland sowie die Raffinerie Kalundborg in Dänemark, die 2022 von Equinor übernommen wurde.
Die Kanzlei Clifford Chance beriet Klesch bei der Transaktion. Der Kauf soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden – vorausgesetzt, die Behörden erteilen ihre Zustimmung.
Nach dem Vollzug des Deals wird die Klesch Group eine der größten deutschen Raffinerien in ihr Portfolio aufnehmen. Das Unternehmen verfügt dann über drei Raffinerien in zwei Ländern. In den kommenden Monaten bleibt der Übernahmeprozess jedoch noch von behördlichen Prüfungen abhängig.






