Internationale Diebesbande nach Luxushotel-Einbrüchen in Hessen und NRW gefasst
Norbert ThiesLuxushotel als Jagdrevier: Internationale Diebesbande gefasst - Internationale Diebesbande nach Luxushotel-Einbrüchen in Hessen und NRW gefasst
Eine internationale Diebesbande ist nach einer Serie von Luxushotel-Einbrüchen in Hessen und Nordrhein-Westfalen festgenommen worden. Die Polizei nahm drei Verdächtige in Düsseldorf fest, nachdem sie deren Mietwagen bis nach Mülheim an der Ruhr verfolgt hatte. Der Gruppe wird vorgeworfen, im frühen Oktober wohlhabende Gäste in Nobelhotels ins Visier genommen zu haben.
Die Festnahmen erfolgten im Rahmen der Ermittlungen zu mehreren Diebstählen in Kölner Hotels. Überwachungsaufnahmen aus den Häusern bestätigten die Beteiligung der Bande. Unter den gestohlenen Gegenständen befand sich eine Uhr im Wert von über 100.000 Euro, die aus dem Rucksack eines Gastes entwendet worden war. Bei einem weiteren Vorfall sollen die Verdächtigen einer 61-jährigen Besucherin eine Tasche mit Bargeld und EC-Karten gestohlen haben.
Die Polizei ortete den Mietwagen der Bande in Mülheim an der Ruhr und beobachtete ihn. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten rund 2.000 Euro in bar, Wohnungsschlüssel sowie mutmaßlich gestohlene Ausweisdokumente. Weitere Durchsuchungen förderten eine größere Beute zutage: etwa 33.000 Euro, 9.000 US-Dollar, über 12.000 britische Pfund und rund 1.100 chinesische Yuan.
Die drei Festgenommenen – ein 36-jähriger Mann, ein 53-jähriger Mann und eine 40-jährige Frau – besitzen die Staatsangehörigkeit von Peru und Nicaragua. Nach ihrer Verhaftung wurden sie zur weiteren Vernehmung und für rechtliche Schritte in die Frankfurter Polizeidirektion überstellt.
Der Bande drohen nun Anklagen wegen organisierter Diebstahlsdelikte in mehreren Bundesländern. Die Behörden werten weiterhin Beweismaterial aus, darunter Hotelaufnahmen und sichergestelltes Bargeld, um das volle Ausmaß der Straftaten zu klären. Die Ermittlungen laufen unter der Federführung der Frankfurter Polizei noch.






