11 April 2026, 04:27

Holzofen-Verbot in Kraft – doch NRW lässt umweltschädliche Öfen weiterlaufen

Altmodischer Holzofen mit Metall- und Holzbau, Schornstein, auf einem Ziegelboden gegen eine Wand gestellt.

Holzofen-Verbot in Kraft – doch NRW lässt umweltschädliche Öfen weiterlaufen

Bundesweites Verbot stark emittierender Holzöfen ist in Kraft – doch die Umsetzung hinkt hinterher

Seit diesem Jahr gilt in Deutschland ein bundesweites Verbot für Holzöfen mit hohen Schadstoffemissionen. Besitzer nicht konformer Modelle müssen bei weiterem Betrieb mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro rechnen. Doch die Durchsetzung der Regelung bleibt bundesweit uneinheitlich – viele verbotene Öfen laufen weiterhin ohne Konsequenzen.

Die Bundesregierung hatte bereits 2010 Vorschriften eingeführt, um alte, umweltschädliche Öfen bis 2024 schrittweise abzuschaffen. Die Änderungen der Ersten Bundesimmissionsschutzverordnung zielten auf Modelle ab, die übermäßig Feinstaub ausstoßen. Obwohl die Frist abgelaufen ist, fehlt in Nordrhein-Westfalen (NRW) bis heute eine rechtliche Grundlage für die Umsetzung – die Bewohner dürfen die verbotenen Geräte weiterhin nutzen.

Anders sieht es in Bundesländern wie Rheinland-Pfalz aus, wo die Vorschriften bereits seit Jahren konsequent umgesetzt werden. In NRW haben Schornsteinfeger bisher keine Maßnahmen ergriffen und warten auf klare Vorgaben des Landes. Die Verzögerung stößt auf Kritik, da Städte ohne zusätzliches Personal und vereinfachte Abläufe mit einer wachsenden Zahl von Meldungen über nicht konforme Öfen überlastet sein könnten.

Der Umweltaktivist Thomas Mücher, Gründer der Initiative "Luft Köln", verdeutlichte das Problem: Ein alter Ofen setze bis zu 28 Gramm Feinstaub frei. Zwar stoßen moderne Öfen deutlich weniger aus, tragen aber weiterhin zur Luftverschmutzung und gesundheitlichen Risiken bei. NRWs Umweltminister kündigte zwar kürzlich an, ab Januar 2026 neue Regeln einzuführen – doch bis dahin bleibt der kommende Winter ungeregelt.

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Kritiker monieren, dass die lasche Umsetzung vor allem Ballungsräume unnötig belastet. Gefordert werden mehr Ressourcen und weniger Bürokratie, um Verstöße effektiv ahnden zu können.

Das Verbot hoch emittierender Öfen gilt zwar – doch die Kontrolle variiert stark zwischen den Bundesländern. Durch die Verzögerung in NRW werden viele nicht konforme Öfen auch diesen Winter weiterbetrieben. Ohne klare rechtliche Grundlage können keine Bußgelder verhängt werden – die Sorgen um die Luftqualität bleiben damit vorerst ungelöst.

Quelle