15 April 2026, 10:29

Haarschnitt wird zum Luxus: Friseurpreise steigen um bis zu 31 Prozent seit 2020

Brutalistischer Barbershop-Laden in Berlin mit Betongebäuden, Fenstern, Geländern, Balkonen und Namensschildern, umgeben von Bäumen, Laternenmasten und Fußgängern unter einem bewölkten Himmel.

Haarschnittpreise sind deutlich gestiegen - Haarschnitt wird zum Luxus: Friseurpreise steigen um bis zu 31 Prozent seit 2020

Friseurpreise in Deutschland steigen stark – seit 2020 um bis zu 31 Prozent

Die Kosten für einen Haarschnitt in Deutschland sind in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Preise für Damenfrisuren seit 2020 um 28 Prozent kletterten, während Herren- und Kinderhaarschnitte sogar um 31 Prozent teurer wurden. Steigende Löhne, Energiekosten und die Inflation haben die Ausgaben für Salons und Kunden gleichermaßen in die Höhe getrieben.

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2024 zahlte eine Frau im Schnitt rund 54 Euro für Waschen, Schneiden und Föhnen, Männer dagegen etwa 33 Euro. Eine Umfrage ergab, dass 28 Prozent der Deutschen mittlerweile zwischen 15 und 29 Euro pro Haarschnitt ausgeben, während 20 Prozent zwischen 30 und 49 Euro bezahlen. Die höheren Preise fallen in eine Zeit, in der die Branche unter dem finanziellen Druck gestiegener Material- und Betriebskosten steht.

Trotz der Herausforderungen bleibt der Sektor groß: 2024 waren 80.363 Friseurbetriebe gemeldet. Barbiersalons, die oft günstiger sind, machten etwa ein Fünftel davon aus. Traditionelle Friseursalons spüren zunehmend die Konkurrenz – besonders in Städten, wo Barbiershops rasant gewachsen sind.

Die Beschäftigtenzahl in der Branche ist leicht gesunken: 2024 arbeiteten knapp 150.000 Menschen im Friseurhandwerk, rund 300 Jobs weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der Auszubildenden ging deutlich zurück – von 23.540 im Jahr 2014 auf 13.509 im Jahr 2023. 2024 gab es jedoch einen leichten Anstieg bei den neuen Azubis, wobei der Männeranteil stieg: Mittlerweile machen sie über ein Drittel der Auszubildenden aus.

Der Gesamtumsatz der Branche lag 2024 bei 7,67 Milliarden Euro. Trotz stabiler Nachfrage wird für 2025 jedoch ein leichter Rückgang bei den Einnahmen erwartet.

Höhere Preise und veränderte Trends haben die deutsche Friseurbranche umgekrempelt. Salons und Barbiershops passen sich weiter an, während die Kosten steigen und sich die Ausgabengewohnheiten der Kunden wandeln. Der Sektor bleibt ein wichtiger Arbeitgeber, doch sinkende Ausbildungszahlen und Umsatzprognosen deuten auf anhaltende Herausforderungen hin.

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