H2-Trust: Blockchain soll Wasserstoff-Lieferketten revolutionieren und transparent machen
Raymund LindauH2-Trust: Blockchain soll Wasserstoff-Lieferketten revolutionieren und transparent machen
H2-Trust: Digitale Lösung zur Rückverfolgung von Wasserstoff in komplexen Lieferketten
Eine neue digitale Lösung namens H2-Trust wird entwickelt, um Wasserstoff durch komplexe Lieferketten nachzuverfolgen. Das System soll als eine Art „digitaler Fingerabdruck“ fungieren, Transparenz gewährleisten und die Einhaltung von Vorschriften automatisieren. Mit einer Förderung von 2 Millionen Euro ist das Projekt Teil einer breiter angelegten Initiative, um den Wasserstoffmarkt effizienter zu gestalten.
Die H2-Trust-Initiative startete im März 2024 im Rahmen des DUH-IT-Forschungsprojekts. Gefördert durch das EFRE/JTF-Programm in Nordrhein-Westfalen, läuft sie bis Februar 2027. Ziel ist es, eine Open-Source-Plattform zu schaffen, die Herstellerbindung vermeidet und gleichzeitig den Anforderungen der Industrie gerecht wird.
Blockchain als Kerntechnologie Im Mittelpunkt von H2-Trust steht der Einsatz der Blockchain, um Daten von der Wasserstoffproduktion bis zur Auslieferung fälschungssicher zu dokumentieren. Das System erfasst automatisch regulatorische Vorgaben – etwa die RED-Kriterien der EU für grünen Wasserstoff. Bis Mitte 2026 soll ein Prototyp mit zwei Industriepartnern getestet werden, die beide kleine Produktionsanlagen betreiben.
Das Projekt stößt bereits auf großes Interesse, insbesondere durch den „BlockcH2ain“-Transferkreis, der regionale Unternehmen vernetzt. Die starke Beteiligung deutet auf eine wachsende Nachfrage nach digitalen Produktpässen im Wasserstoffsektor hin. Die Entwickler erwarten, dass H2-Trust innerhalb weniger Jahre zu einer wettbewerbsfähigen Alternative wird und Unternehmen klare Vorteile in puncto Compliance und Effizienz bietet.
Erste Prototypen ab 2026 – Potenzial für mehr Vertrauen in Lieferketten Die ersten Testversionen von H2-Trust sollen bis Mitte 2026 verfügbar sein. Bei Erfolg könnte das System behördliche Prüfungen vereinfachen und das Vertrauen in Wasserstoff-Lieferketten stärken. Dank des Open-Source-Ansatzes können Unternehmen die Lösung zudem an ihre spezifischen Bedürfnisse anpassen.






