Gerresheimer stürzt ab: Dritte Gewinnwarnung und BaFin-Ermittlungen erschüttern Anlegervertrauen
Norbert ThiesGerresheimer stürzt ab: Dritte Gewinnwarnung und BaFin-Ermittlungen erschüttern Anlegervertrauen
Gerresheimer gibt dritte Gewinnwarnung in diesem Jahr heraus – Sorgen um die Finanzlage des Unternehmens vertiefen sich
Der angeschlagene Konzern steht zudem unter dem Druck einer Untersuchung durch die deutsche Finanzaufsicht BaFin und einem deutlichen Kurssturz seiner Aktie. Anleger sehen bisher kaum Anzeichen für eine Erholung.
Am Donnerstag wurden die Probleme des Unternehmens noch offensichtlicher: Die Aktie brach um über 13 Prozent ein und fiel auf 32,36 Euro – ein Tiefstand seit 2012. Innerhalb des letzten Jahres hat der Aktienkurs mehr als die Hälfte seines Wertes verloren, allein seit Januar verzeichnete er einen Rückgang von fast 50 Prozent.
Gerresheimer meldete für die ersten neun Monate des Jahres einen Umsatz von 1,68 Milliarden Euro. Ohne die Übernahme von Bormioli Pharma schrumpfte das Kerngeschäft jedoch. Eine schwache Nachfrage in den Bereichen Pharmazie und Kosmetik führte zu organischen Verlusten, was den Druck weiter erhöhte.
Bereits zu Jahresbeginn hatte das Unternehmen seine Jahresziele zweimal nach unten korrigiert. Das Transformationsprogramm, das die Geschäfte stabilisieren soll, steckt noch in den Kinderschuhen. Gescheiterte Übernahmeversuche und die laufenden Ermittlungen der BaFin haben das Vertrauen der Märkte zusätzlich erschüttert.
Die jüngste Gewinnwarnung und der Kursverfall unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen für Gerresheimer. Angesichts organischer Verluste, regulatorischer Prüfungen und eines noch nicht voll greifenden Umstrukturierungsplans bleibt der Weg zur Erholung ungewiss. Analysten und Investoren beobachten die Entwicklung weiterhin genau auf Anzeichen einer Besserung.






