Friedrich Merz: Vom Comeback zum Kanzleramt nach 25 Jahren Politik
Raymund LindauVom Friesenstand-Rebellen zum Bundeskanzler - Friedrich Merz: Vom Comeback zum Kanzleramt nach 25 Jahren Politik
Friedrich Merz ist nun seit sechs Monaten deutscher Bundeskanzler. Mit 70 Jahren ist er der zweitälteste Amtsinhaber in der Geschichte der Bundesrepublik. Seine politische Laufbahn erstreckt sich über Jahrzehnte, unterbrochen von einer längeren Auszeit, bevor er 2022 auf die politische Bühne zurückkehrte.
Vor 25 Jahren stieg Merz erstmals in die erste Reihe der Politik auf, als er Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wurde. Angela Merkel übernahm diese Position 2002, bevor sie ihn später auch in der Parteiführung ablöste. 2009 zog er sich schließlich vollständig aus der Politik zurück und widmete sich stattdessen der juristischen Beratung und der Wirtschaft.
Seine Rückkehr erfolgte über ein Jahrzehnt später, im Jahr 2022, als er zum CDU-Parteivorsitzenden gewählt wurde. Dieser Sieg ebnete ihm auch den Weg als Kanzlerkandidat der Union. Als Mitglied des Andes-Pakts – einer einflussreichen Gruppe innerhalb der CDU, die Merkels Politik kritisch gegenüberstand – vertrat er stets eine eigenständige Position in der Partei.
Privat ist Merz im Sauerland verwurzelt, wo er leidenschaftlich gern Mountainbike fährt. Zudem war er zuvor Abgeordneter im Europäischen Parlament sowie im Bundestag.
Als Regierungschef vereint Merz nun langjährige politische Erfahrung mit einer Karriere außerhalb der Politik. Sein Weg führte ihn von frühen Führungsrollen im Parlament über eine Phase in der Privatwirtschaft bis ins Kanzleramt. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sein Kurs die Zukunft Deutschlands prägt.






