13 March 2026, 18:32

Ford Köln baut 2.900 Stellen ab – ohne betriebsbedingte Kündigungen

Ein Plakat mit einem Auto und Text, der einen Steuerrabatt von bis zu 7.500 USD für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektrofahrzeugs in 2023 ankündigt.

Der Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford Köln baut 2.900 Stellen ab – ohne betriebsbedingte Kündigungen

Fords Werk in Köln hat im Rahmen eines im vergangenen Sommer vereinbarten Sparplans einen umfangreichen Personalabbau abgeschlossen. Dabei wurden 2.900 Stellen abgebaut, sodass die Belegschaft von derzeit etwa 10.500 auf unter 9.000 Mitarbeiter schrumpft. Das Unternehmen konnte betriebsbedingte Kündigungen vermeiden, nachdem sich genug Beschäftigte freiwillig für einen Abgang oder einen Wechsel in neue Positionen entschieden hatten.

Noch 2019 waren am Standort 18.000 Menschen beschäftigt – seither sank die Zahl kontinuierlich. Im Januar 2024 strich Ford überraschend fast 1.000 Produktionsjobs und stellte die Fertigung von zwei auf eine Schicht um. Ausschlaggebend war die schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.

Rund 2.100 Mitarbeiter nahmen ein freiwilliges Abfindungsangebot an, weitere 800 Stellen gingen an Investoren über. Dadurch ließen sich Zwangsentlassungen verhindern, und das Unternehmen erreichte sein Personalabbauziel ohne zusätzliche Kürzungen.

Wie sich der Wechsel zum Einschichtbetrieb auf die E-Auto-Produktion in Köln auswirkte, ist nicht genau dokumentiert. Allerdings verzeichnete Deutschland 2025 einen Anstieg bei Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen: Zwischen Januar und September wurden 382.200 neue rein batteriebetriebene Pkw registriert. Das trug zu einem europaweiten Wachstum der E-Auto-Verkäufe um 24 Prozent im Vergleich zu 2024 bei.

Die Belegschaft in Köln ist damit auf dem niedrigsten Stand seit Jahren. Mit weniger als 9.000 verbleibenden Mitarbeitern hat das Werk die Umstrukturierung ohne betriebsbedingte Kündigungen abgeschlossen. Langfristige Folgen für die Produktion und den Ausbau der Elektrofahrzeugfertigung bleiben jedoch abzuwarten.

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