Ferdinand Aßhoff verlässt Düren: Ein umstrittenes Kapitel endet
Klaus-Günter SölzerFerdinand Aßhoff verlässt Düren: Ein umstrittenes Kapitel endet
Ferdinand Aßhoff ist offiziell von seinem Amt als kommissarischer Vertreter des Kreises Düren entbunden worden. Sein Abschied markiert das Ende einer Phase, die von Finanzreformen und Kontroversen geprägt war. Bei einer Verabschiedungsveranstaltung waren Beamte anwesend, doch der neu gewählte Landrat fehlte auffällig.
Aßhoff hatte die Leitung in einer turbulenten Zeit für den Kreis Düren übernommen. Der Schmuggel-Skandal und die Vorwürfe gegen den ehemaligen Landrat Wolfgang Spelthahn hatten die lokale Verwaltung vor große Herausforderungen gestellt. Besonders belastend war die Situation für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung, als die Ermittlungen begannen.
Regierungspräsident Thomas Wilk aus Köln verteidigte Aßhoffs Ernennung zum staatlichen Kommissar als beispiellose, aber notwendige Maßnahme. Aßhoffs Ziel war es, die Finanzen des Kreises zu stabilisieren, indem er die Pflichtumlagen der Kommunen senkte. Sein Vorstoß, Kita-Gebühren wieder einzuführen, stieß jedoch auf scharfe Kritik.
Die Verabschiedungsfeier fand ohne den neu gewählten Landrat Ralf Nolten statt. Nolten, der sich zuvor gegen Aßhoffs Sparmaßnahmen ausgesprochen hatte, befand sich im Urlaub. Seine Kritik an den finanziellen Reformen war bereits vor seiner Wahl öffentlich geworden.
Mit Aßhoffs Abgang endet ein Kapitel der finanziellen Umstrukturierung und politischen Spannungen im Kreis Düren. Doch die Folgen des Schmuggel-Skandals bleiben eine anhaltende Belastung. Die lokalen Verantwortlichen stehen in den kommenden Monaten vor der Aufgabe, sowohl die finanzielle Stabilität als auch das öffentliche Vertrauen wiederherzustellen.






