Fairtrade-Initiativen im Rhein-Kreis Neuss gewinnen an Dynamik und Unterstützung
Norbert ThiesFairtrade-Initiativen im Rhein-Kreis Neuss gewinnen an Dynamik und Unterstützung
Fairtrade-Initiativen boomen im Rhein-Kreis Neuss
Im gesamten Rhein-Kreis Neuss gewinnen Fairtrade-Projekte an Fahrt. Schulen, Kindergärten und Kommunalverwaltungen engagieren sich zunehmend für den fairen Handel. Aktuelle Vorhaben umfassen neue Automaten, Bildungsworkshops und kreative Aktionen für Kinder.
An der Gesamtschule Jüchen werden Schülerinnen und Schüler bald Fairtrade-Snacks aus einem neu aufgestellten Automaten beziehen können. Damit sollen ethisch hergestellte Produkte für junge Menschen leichter zugänglich werden. Gleichzeitig arbeitet Rommerskirchen an der offiziellen Auszeichnung als Fairtrade-Kommune – im Rathaus sind bereits fair gehandelte Artikel im Einsatz.
Die Kita Pusteblume in Rommerskirchen ließ Kinder beim Gestalten von Baumwollbeuteln aus Fairtrade-Materialien mitwirken. Am Albert-Einstein-Gymnasium in Kaarst erforschen Schülerinnen und Schüler im Unterricht die Herkunft fair gehandelter Orangen.
Aileen Wichmann, Nachhaltigkeitsmanagerin des Rhein-Kreises Neuss, stellte kürzlich zentrale Handlungsfelder der regionalen Nachhaltigkeitsstrategie vor. Dazu zählen „Globale Verantwortung und Eine Welt“ sowie „Nachhaltige Verwaltung“. Schulen, die das Fairtrade-Siegel erwerben, erhalten die Möglichkeit, ihre Projekte in künftigen Berichten zu präsentieren.
Die Unterstützung für die Initiativen bleibt stark. Benjamin Josephs bestätigte die fortlaufende Förderung von Kindergärten und Schulen auf dem Weg zur Fairen Kita oder Fairtrade-School. Regelmäßige Vernetzungstreffen für faire Kindertageseinrichtungen werden fortgesetzt, und für interessierte Schulen ist im nächsten Jahr eine Informationsveranstaltung zur Zertifizierung geplant.
Der Fairtrade-Gedanke wird in der Region nun mit Automaten, Schulprojekten und offiziellen Auszeichnungen vorangetrieben. Durch die Zusammenarbeit von Kommunen und Bildungseinrichtungen wächst das Angebot an ethischen Konsummöglichkeiten. Als nächste Schritte stehen die Ausweitung der Zertifizierungsprogramme und weitere Veranstaltungen für Schulen und Kitas an.






