09 June 2026, 02:21

Eurowings und Greenlyte starten Pilotprojekt für nachhaltigen Flugkraftstoff in Düsseldorf

Nachhaltiger Flugtreibstoff: Eurowings und Start-up werden Partner

Eurowings und Greenlyte starten Pilotprojekt für nachhaltigen Flugkraftstoff in Düsseldorf

Eurowings und Greenlyte kooperieren bei nachhaltigem Flugkraftstoff in Düsseldorf

Eurowings und das Unternehmen Greenlyte haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um am Flughafen Düsseldorf nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF, Sustainable Aviation Fuel) herzustellen. Das Projekt soll 2028 die Produktion aufnehmen und jährlich etwa 150 Tonnen Kraftstoff erzeugen. Die Initiative ist ein Schritt in Richtung klimafreundlicherer Luftfahrt, doch die Kosten liegen weiterhin deutlich über denen herkömmlichen Kerosins.

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Die beiden Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung zum Bau einer speziellen Anlage am Flughafen. Greenlytes Technologie sieht vor, Kohlendioxid aus der Luft zu filtern und mit grünem Wasserstoff zu synthetischem Kraftstoff zu verarbeiten. Eine vor Ort errichtete Solaranlage soll einen Teil des benötigten Stroms für das Verfahren liefern.

Mit dem Baubeginn wird 2027 gerechnet, sobald die notwendigen Genehmigungen im kommenden Jahr vorliegen. Die Anlage dient als Pilotprojekt und soll die Machbarkeit einer großtechnischen Produktion in der Zukunft demonstrieren. Eurowings hat zugesagt, den gesamten in den ersten drei Jahren produzierten Kraftstoff abzunehmen.

Die geplante Jahresproduktion von rund 150 Tonnen würde ausreichen, um etwa 60 Hin- und Rückflüge zwischen Düsseldorf und Palma zu betreiben – vorausgesetzt, die derzeitige Begrenzung von 50 Prozent SAF-Beimischung in Triebwerken bleibt bestehen. Allerdings ist der nachhaltige Kraftstoff aktuell bis zu zehnmal teurer als herkömmliches Kerosin.

Eurowings-Chef Jens Bischof betonte, dass eine breitere Einführung von zwei zentralen Faktoren abhänge: einer deutlichen Steigerung des Angebots und einem spürbaren Preisrückgang.

Das Düsseldorfer Projekt soll 2025 in die Genehmigungsphase starten, der Betrieb könnte drei Jahre später aufgenommen werden. Bei Erfolg könnte die Anlage dazu beitragen, die Emissionen im Luftverkehr zu senken – auch wenn die hohen Produktionskosten weiterhin eine Hürde darstellen. Ziel der Partnerschaft ist es, die Technologie zunächst unter Beweis zu stellen, bevor sie im größeren Maßstab eingesetzt wird.

Quelle