06 April 2026, 18:31

Escape Room in Marl zeigt Geflüchteten-Hürden zum Anfassen

Plakat, das kostenlose Gebühren für über 1.000 Coursera-Kurse für Flüchtlinge ankündigt, mit mehreren Personen im Hintergrund, die Taschen tragen.

Escape Room in Marl zeigt Geflüchteten-Hürden zum Anfassen

Ein neues Escape Room in Marl vermittelt Einheimischen einen Eindruck von den Herausforderungen, mit denen Geflüchtete bei der Beantragung eines Aufenthaltstitels konfrontiert sind. Unter dem Titel "Unbekannte Unbehagen" versetzt die Simulation die Teilnehmer in ein fiktives Land, in dem sie unter Zeitdruck Aufgaben bewältigen müssen. Das Projekt zielt darauf ab, Empathie und Verständnis für Menschen zu wecken, die sich in einer fremden Sprache durch komplexe bürokratische Systeme kämpfen müssen.

Die Ausstellung wurde von der "Flüchtlingshilfe Bonn" organisiert und kommt im Rahmen einer Kooperation zwischen der Stadt Marl und der "Diakonie" im Kirchenkreis Recklinghausen nach Marl. Die Spieler betreten "Fremdistan", ein erfundenes Land, in dem sie Rätsel lösen müssen, um einen Aufenthaltstitel zu erhalten – eine Spiegelung realer Erfahrungen von Geflüchteten. Bevor die Genehmigung erteilt wird, müssen sie zusätzliche Herausforderungen innerhalb eines strengen Zeitlimits meistern, ähnlich wie in einem klassischen Escape Room.

Eine der Aufgaben besteht darin, Formulare in einer unbekannten Sprache auszufüllen – ein Prozess, der über 20 Minuten dauern kann. Bürgermeister Thomas Terhorst testete die Simulation persönlich im "insel-VHS"-Bildungszentrum für Erwachsene. Im Anschluss sprach er mit der "WDR Lokalzeit" über ihre Wirkung und bezeichnete das Projekt als eindrucksvolle Methode, um soziale Barrieren abzubauen.

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Nach dem Gastspiel in Marl wird die Ausstellung für ihre nächste Station nach Duisburg weiterziehen.

Das Escape Room bietet den Bewohnern eine praktische Möglichkeit, sich mit den Kämpfen von Geflüchteten auseinanderzusetzen. Indem es bürokratische Hürden und Sprachbarrieren simuliert, regt es die Teilnehmer zum Nachdenken über die Realität von Vertreibung an. Die Organisatoren hoffen, dass das Projekt Gespräche anstoßen und die Gemeinschaft dazu ermutigen wird, Neuankömmlinge stärker zu unterstützen.

Quelle