24 March 2026, 20:34

Duisburger Hafen: Arbeiter fordern Tarifvertrag – Geschäftsführung blockiert Verhandlungen

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter, der mit einer anderen Person vor einer Berg- und Baumkulisse steht, mit dem Text "Was unser freier Handel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Duisburger Hafen: Arbeiter fordern Tarifvertrag – Geschäftsführung blockiert Verhandlungen

Arbeiter im Duisburger Hafen kämpfen für Tarifvertrag nach Jahren ungleicher Bezahlung und ohne Boni

Eine aktuelle Umfrage der Gewerkschaft Verdi zeigt, dass 95 Prozent der Beschäftigten am Duisburger Hafen die Forderung nach einem Tarifvertrag unterstützen. Doch die Geschäftsführung lehnt dies kategorisch ab – die Verhandlungen stecken in einer Sackgasse.

Im Mittelpunkt des Streits stehen die Arbeitsbedingungen bei der Duisburger Hafen AG, wo die Mitarbeiter weder ein Weihnachtsgeld erhalten noch eine einheitliche Lohnstruktur vorfinden. Die Gehälter hinken im Vergleich zu anderen deutschen Häfen hinterher: Bruttomonatslöhne liegen zwischen 2.750 und 2.900 Euro – deutlich unter den Sätzen in Wilhelmshaven.

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Der Betriebsrat des Unternehmens, der oft als managementnah gilt, gab an, von der Forderung der Gewerkschaft nichts gewusst zu haben. Geschäftsführer Markus Bangen wies Verdi-Forderungen nach Tarifverhandlungen scharf zurück und verweigert Gespräche.

Politiker haben sich zwar zu Wort gemeldet, konkrete Schritte bleiben jedoch aus. Nancy Faeser, SPD-Vorsitzende und Bundesarbeitsministerin, rief beide Seiten zu fairen Verhandlungen auf. Bärbel Bas (SPD) betonte, Tarifverträge seien ein zentraler Baustein der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland. Mahmut Mirze Edis, Linksparteien-Abgeordneter für Duisburg, forderte hingegen, dass Land und Stadt über den Aufsichtsrat Druck auf das Unternehmen ausüben.

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen lehnt eine Einmischung in den Konflikt jedoch ab.

Da die Unternehmensführung nicht verhandeln will und das Land sich heraushält, bleibt die Pattsituation bestehen. Die Beschäftigten im Duisburger Hafen haben weiterhin keinen Tarifvertrag, während ihre Löhne unter denen vergleichbarer Häfen liegen. Nun hängt alles davon ab, ob Verdi und das Unternehmen doch noch einen Weg aus der Krise finden.

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