07 April 2026, 16:29

DHL mit gemischten Q3-Ergebnissen: Paketboom und Briefrückgang im Fokus

Alte Postkarte an die Vereinigten Staaten mit einer Briefmarke und handgeschriebener Nachricht, die den Text 'United States Postal Service' zeigt.

Höhere Porto-Gebühren lassen die Kassen bei der Post klingeln - DHL mit gemischten Q3-Ergebnissen: Paketboom und Briefrückgang im Fokus

DHL verzeichnet gemischte Quartalsergebnisse für Q3 2025

DHL hat für das dritte Quartal 2025 gemischte Finanzzahlen vorgelegt. Während der weltweite Umsatz leicht zurückging, verzeichnete das Unternehmen ein kräftiges Wachstum im deutschen Paket- und Briefgeschäft. Stellenabbau und Preiserhöhungen trugen zudem zur Steigerung der Gewinne bei.

Die Kosten für den Versand eines Standardbriefs in Deutschland stiegen in diesem Jahr auf 95 Cent – ein Anstieg gegenüber 85 Cent im Jahr 2024. Die Deutsche Post bestätigte, dass dieser Preis mindestens bis Ende 2026 stabil bleiben soll, doch weitere Erhöhungen werden danach erwartet.

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Die Sparte Post & Paket Deutschland von DHL entwickelte sich im dritten Quartal 2025 positiv: Der Umsatz kletterte um 4,7 % auf rund 4,2 Milliarden Euro. Der operative Gewinn desselben Bereichs stieg sogar um über 25 % auf 218 Millionen Euro. Diese Verbesserung gelang trotz eines Rückgangs des globalen DHL-Umsatzes um 3,8 % auf 16,3 Milliarden Euro.

Die Paketzustellungen in Deutschland nahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 % zu. Langfristig rechnet das Unternehmen jedoch mit einem Rückgang des Briefvolumens, bedingt durch die fortschreitende Digitalisierung in Privatwirtschaft und öffentlichem Sektor. DHL hat sich zudem auf die traditionell starke Jahresendphase vorbereitet, einschließlich des üblichen Anstiegs der Paketsendungen vor Weihnachten.

Bereits im Laufe des Jahres 2025 hatte DHL seine Belegschaft in Deutschland um 8.000 Mitarbeiter reduziert. Diese Maßnahme trug zu einem Anstieg des globalen operativen Gewinns um 7,6 % auf etwa 1,5 Milliarden Euro bei.

Die jüngsten Finanzzahlen zeigen ein Unternehmen, das sich an veränderte Marktbedingungen anpasst. Höhere Paketvolumina und Kostensenkungen halfen, den Rückgang im Briefgeschäft und den globalen Umsatzrückgang auszugleichen. Die aktuellen Portokosten bleiben vorerst bis Ende 2026 unverändert, doch weitere Anpassungen sind danach wahrscheinlich.

Quelle