Deutsche Bahn plant Ausbau trotz Milliardenverlust und Verspätungsmisere
Ingetraut AustermühleDeutsche Bahn plant Ausbau trotz Milliardenverlust und Verspätungsmisere
Deutsche Bahn will 2024 trotz anhaltender Herausforderungen ihr Angebot ausbauen
Trotz anhaltender Probleme bleibt die Deutsche Bahn ein zentraler Akteur im deutschen Nah- und Fernverkehr – auch nach einem Verlust von zwei Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Nun stehen Pläne an, den Fernverkehr zu verbessern und mehr Fahrgäste zu gewinnen.
Der Konzern steht seit Langem in der Kritik wegen Verspätungen, Zugausfällen und maroder Infrastruktur. In den letzten Monaten kamen nur etwa zwei Drittel der Fernzüge pünktlich ans Ziel. Steigende Energiekosten und ein Sanierungsstau trieben das Unternehmen 2023 in ein Defizit von zwei Milliarden Euro.
Um die Probleme zu lösen, fordert der Aufsichtsrat Investitionen von bis zu 150 Milliarden Euro, um das Netz zu stabilisieren. Doch die dringend benötigten Großsanierungen auf wichtigen Strecken werden erst bis 2035 abgeschlossen sein – weitere Einschränkungen sind daher unvermeidlich.
Trotz dieser Hindernisse verspricht die Deutsche Bahn den Fahrgästen Verbesserungen: Die Zahl der schnellen Sprinter-Verbindungen – die Großstädte mit minimalen Halten verbinden – wird erhöht. Das Netz mit halbstündlichen Takten wächst von 900 auf 2.300 Kilometer und umfasst künftig Städte wie Hamburg, Hannover, Kassel, Erfurt, Halle und Berlin. Reisende können sich auf schnellere Fahrten, dichtere Takte und einfachere Buchungsmöglichkeiten freuen.
Mit dem Ausbau soll die Bahn als attraktive Alternative im Fernverkehr gestärkt werden – auch während der laufenden Sanierungsarbeiten. Durch ein größeres Streckennetz und dichtere Fahrpläne hofft die Deutsche Bahn, das Vertrauen der Fahrgäste zurückzugewinnen. Doch angesichts anhaltender Baustellen und finanzieller Belastungen wird der Weg zur Erholung ein langer sein.






