Bundeswehr startet große Militärübung auf altem JHQ-Gelände in Mönchengladbach
Norbert ThiesBundeswehr startet große Militärübung auf altem JHQ-Gelände in Mönchengladbach
Einwöchige Militärübung startet diesen Freitag in Mönchengladbach
Ab diesem Freitag findet in Mönchengladbach eine einwöchige Militärübung statt. Die Bundeswehr nutzt dabei das ehemalige Gelände des Joint Headquarters (JHQ) Rheindahlen, um unter realistischen Bedingungen Kommunikations- und Verteidigungsabläufe zu testen. Anwohner in der Nähe müssen mit lauten Geräuschen rechnen, doch die Behörden versichern, dass von der Übung keine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgeht.
An der Übung beteiligen sich rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen. Scharfe Munition kommt nicht zum Einsatz – es werden lediglich Platzpatronen verwendet, um die Sicherheit zu gewährleisten. Das verlassene JHQ-Gelände, das sich über 471 Hektar erstreckt, bietet mit seiner verwaisten städtischen Infrastruktur ein einzigartiges Übungsgelände.
Die ehemalige Militärbasis beherbergte einst über 1.400 Wohneinheiten und 980 Kasernengebäude, die nun für Übungszwecke genutzt werden. Seit der Schließung des Standorts im Jahr 2013 fanden dort gelegentlich Übungen statt, darunter auch Einsatztrainings für Polizei und Katastrophenschutz. Die anstehende Übung folgt einer ähnlichen Bundeswehr-Übung im März 2026, an der ebenfalls 80 Soldaten und 25 Fahrzeuge beteiligt waren.
Der Standort blickt auf eine lange militärische Geschichte zurück, darunter der Internationale Militärwettkampf Mönchengladbach, der über 40 Jahre lang dort ausgetragen wurde. Mit einer Fläche von 660 Fußballfeldern ermöglicht das Gelände groß angelegte, realistische Szenariotrainings.
Im Mittelpunkt der Übung steht die Erprobung der operationellen Kommunikation unter nationalen und Bündnisverteidigungsbedingungen. Zwar können laute Knallgeräusche zu hören sein, doch die Behörden betonen, dass von den Aktivitäten keine Bedrohung ausgeht. Die Übung unterstreicht die anhaltende Bedeutung des Geländes für militärische und zivile Notfalltrainings.