Bundesnetzagentur warnt vor Betrug: Falsche Bußgeldforderungen an Solaranlagen-Besitzer
Raymund LindauBundesnetzagentur warnt vor Betrug: Falsche Bußgeldforderungen an Solaranlagen-Besitzer
Bundesnetzagentur warnt vor gefälschten Schreiben an Besitzer kleiner Solaranlagen
Die Bundesnetzagentur hat die Öffentlichkeit vor betrügerischen Briefen gewarnt, die sich an Besitzer kleiner Solarstromanlagen richten. In den gefälschten Schreiben werden Empfänger zur Zahlung von Bußgeldern aufgefordert und mit Strafen gedroht, falls sie den Forderungen nicht nachkommen. Die Behörden bestätigen, dass die Briefe nicht von der Agentur stammen, und raten dazu, sie zu melden.
Die Betrüger geben vor, im Namen der Bundesnetzagentur zu handeln. Den Empfängern wird vorgeworfen, ihre Photovoltaik(PV)-Anlagen nicht im Marktstammdatenregister angemeldet zu haben. Besonders Besitzer von „Balkon-Solaranlagen“ werden aufgefordert, ihre Anlage umgehend zu registrieren und jährlich einen EEG-Bericht vorzulegen.
In den Schreiben wird eine „Gebühr“ von 41,60 Euro verlangt – bei Nichtzahlung innerhalb von 14 Tagen drohe ein Bußgeld von 208 Euro. Die Bundesnetzagentur betont jedoch, dass die Absenderadresse sowie die Kontaktdaten gefälscht sind. Offizielle Mitteilungen der Behörde enthielten niemals derartige Drohungen oder falsche Angaben.
Laut Gesetz müssen Balkon-Solaranlagen innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister angemeldet werden. Die Bundesnetzagentur rät Empfängern der gefälschten Schreiben, die Zahlungsaufforderung zu ignorieren. Stattdessen sollten sie Anzeige gegen unbekannte Täter bei der Polizei erstatten.
Die Warnung unterstreicht, wie wichtig es für Besitzer von Solaranlagen ist, wachsam zu bleiben. Die betrügerischen Schreiben kursieren weiterhin und nutzen falsche Behauptungen, um Geld zu erpressen. Empfänger verdächtiger Post werden daran erinnert, zweifelhafte Schreiben direkt bei der Bundesnetzagentur zu überprüfen.






