24 March 2026, 18:30

Bergisch Gladbach kämpft um OGS-Plätze für Erstklässler ab 2026

Plakat mit Text und Logo, das besagt: "Die Frist für die Sonderanmeldung zur Gesundheitsversorgung ist bis zum 15. August verlängert."

Bergisch Gladbach kämpft um OGS-Plätze für Erstklässler ab 2026

Bergisch Gladbach steht vor einer großen Umstellung in der Nachmittagsbetreuung ab 2026. Ab diesem Jahr haben alle Erstklässler einen gesetzlichen Anspruch auf einen Platz im Programm der Offenen Ganztagsschule (OGS). Doch bereits jetzt übersteigt die Nachfrage das Angebot – die Stadt sieht sich vor Herausforderungen gestellt, um diese neue Vorgabe zu erfüllen.

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Aktuell bietet die Stadt 3.312 OGS-Plätze an – 160 weniger als geplant und nur 40 mehr als im Vorjahr. Schulleitungen und Betreuungsträger haben Eltern bereits darauf hingewiesen, dass die Kapazitäten begrenzt sind und eine Platzgarantie nicht besteht. Die endgültigen Zusagebescheide für Schul- und OGS-Plätze werden erst Ende März verschickt, was viele Familien in Unsicherheit zurücklässt.

Das größte Problem ist der Mangel an räumlichen Kapazitäten. Die Stadt prüft Lösungen wie die Anmietung zusätzlicher Räume oder den Ausbau bestehender Gebäude. Dennoch gibt es noch keine konkreten Zahlen, wie viele OGS-Plätze im Schuljahr 2026/27 zur Verfügung stehen werden, da die Planung voraussichtlich bis mindestens Ende November andauert.

Drei Grundschulen – die GGS Heidkamp, die GGS Moitzfeld und die KGS Frankenforst – verfügen bereits jetzt nicht über ausreichend Plätze für die Erstklässler des Schuljahres 2026/27. Hier fehlen jeweils 23, 10 und 7 Plätze. Bei der Vergabe werden Erstklässler aufgrund ihres gesetzlichen Anspruchs priorisiert, doch die genauen Kriterien für die begrenzten Plätze stehen noch zur Diskussion. Die Stadt hat bestätigt, dass das "individuelle Rechtsanspruch" der entscheidende Faktor sein wird, sobald die Nachfrage das Angebot an bestimmten Schulen übersteigt.

Der gesetzliche Anspruch auf Nachmittagsbetreuung tritt zwar im Sommer 2026 in Kraft, doch aufgrund der Kapazitätsengpässe ist ungewiss, ob alle Familien einen Platz erhalten. Die Stadt arbeitet daran, die Betreuungsmöglichkeiten auszubauen, doch konkrete Zahlen für künftige Plätze stehen noch nicht fest. Eltern müssen sich bis zum nächsten Jahr gedulden, bis sie Gewissheit über den OGS-Platz ihres Kindes erhalten.

Quelle