AfD gewinnt überraschend an Zustimmung bei Migranten in Deutschland
Ingetraut AustermühleAfD gewinnt überraschend an Zustimmung bei Migranten in Deutschland
Eine neue Studie offenbart wachsende Zustimmung für die AfD unter Migrantengemeinschaften in Deutschland. Der Einfluss der Partei beschränkt sich nicht mehr auf die östlichen Bundesländer, sondern breitet sich zunehmend auch im Westen aus. Forscher der Konrad-Adenauer-Stiftung haben aktuelle Wahltrends analysiert, um diese Entwicklung nachzuzeichnen.
Bei den Integrationswahlen in Nordrhein-Westfalen schnitt die AfD besonders stark ab und belegte in mehreren Ruhrgebietsstädten den zweiten Platz. In Hagen erreichte die Partei sogar die meisten Stimmen. Diese Ergebnisse deuten auf eine breitere Anziehungskraft über ihre traditionelle ostdeutsche Wählerbasis hinaus hin.
Die Studie zeigt unterschiedliche Unterstützungsniveaus für die AfD in verschiedenen Migrantengruppen. Unter den Nachkommen polnischer Herkunft liegt die Partei mit 33 Prozent an der Spitze und überholt damit die Union, die deutlich an Rückhalt verloren hat. Auch Spätaussiedler tendieren vermehrt zur AfD (31 Prozent), gefolgt von der Union (25 Prozent).
Russlanddeutsche hingegen unterstützen mehrheitlich die SPD (43 Prozent), während die AfD hier in der Rangliste weiter hinten liegt. Deutschtürken zeigen deutlich geringere Zustimmung zur Partei – nur 8 Prozent, ähnlich wie bei den Grünen –, während die SPD mit 35 Prozent dominiert. Die Forscher führen diese Unterschiede auf divergierende Haltungen zur Migrationspolitik zurück.
Die Konrad-Adenauer-Stiftung warnt jedoch, die Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren. Da die Stichproben nicht gewichtet wurden, spiegeln die Daten möglicherweise nicht vollständig die übergeordneten Trends wider.
Die steigende Beliebtheit der AfD unter Wählern mit Migrationshintergrund markiert einen Wandel in der deutschen Politik. Während die Partei in einigen Gruppen an erster Stelle steht, bleibt ihr Einfluss in anderen begrenzt. Weitere Untersuchungen werden nötig sein, um zu klären, ob sich dieser Trend fortsetzt.






