20 Jahre Germany's Next Topmodel: Vom Modelwettbewerb zur Influencer-Fabrik
Raymund Lindau20 Jahre Germany's Next Topmodel: Vom Modelwettbewerb zur Influencer-Fabrik
Germany’s Next Topmodel läuft seit fast 21 Staffeln – jeden Donnerstag gibt es neue Folgen. Die von Heidi Klum moderierte Show hat sich vom klassischen Modelwettbewerb zu einer Art Influencer-Akademie gewandelt. Trotz Kritik bleibt sie für viele Zuschauer ein beliebtes „Schuldvergnügen“.
Ursprünglich als Model-Casting gestartet, steht heute im Mittelpunkt, aus den Kandidaten medienaffine Persönlichkeiten zu formen. Marken wie eBay und McDonald’s kooperieren mit der Show – ein Zeichen für den Wandel hin zur Influencer-Kultur. Die Teilnehmer durchlaufen radikale Verwandlungen: Haare werden gebleicht, radikal geschnitten oder mit Extensions verlängert.
Das Finale, das in Hollywood stattfindet, wird diesmal zwei Gewinnerinnen küren. Jede erhält 100.000 Euro sowie ein Cover-Shooting für die Harper’s Bazaar Germany. Erwartet werden opulente Kostüme, eine mitreißende Laufstegshow und Prominente an der Seite von Klum.
Im Laufe der Jahre hat die Sendung Karrieren gestartet – etwa die von Stefanie Giesinger, Rebecca Mir oder Lena Gercke. Viele Ehemalige sind heute Influencerinnen, Unternehmerinnen oder etablierte Models. Kritiker werfen der Show jedoch vor, unrealistische Schönheitsideale zu vermitteln und junge Menschen unter Druck zu setzen, sich engen Normen anzupassen.
Beim Finale präsentieren die Kandidaten ihren letzten Lauf in aufwendigen Outfits, während Klum prominente Gäste empfängt. Nach zwei Jahrzehnten prägt die Show weiterhin Karrieren – und löst zugleich Debatten über ihre Wirkung aus. Die Gewinnerinnen warten nicht nur Preisgeld und Magazinpräsenz, sondern auch eine Plattform in der Influencer-Welt.






